internationale situation - Türkei
04. März 2013
Auf einer UN-Konferenz hat der türkische Premier Recep Tayyip Erdogan gefordert, Islamophobie als Verbrechen zu betrachten – wie Zionismus, Antisemitismus und Faschismus. Israel, die USA und die UN reagieren entsetzt. (Welt Online)
internationale situation - Türkei
13. März 2012
Mit Entsetzen sehen liberale und gemäßigt-konservative Kommentatoren in der Türkei das Wiederaufflammen eines ungezügelten Rassismus gegen ethnische Minderheiten. Das inzwischen kassierte französische Völkermordleugnungsgesetz, das vor allem auf den Völkermord an den Armeniern durch das Osmanische Reich 1915 zielte, bot den türkischen Ausländerfeinden eine willkommene Basis, um Massen zu mobilisieren – und fand Billigung selbst im religiös-konservativen Kabinett Premier Erdogans. „Wir werden sehen, wohin uns die Hassdebatte führt“, warnt die linksliberale Zeitung Radikal. „Es verschwindet nicht ein Leid, weil auch andere leiden.“
Vor zwei Wochen hatten 20.000 Menschen in Istanbul an ein Massaker erinnert, das armenische Truppen während des Berg-Karabach-Konfliktes 1992 im aserbaidschanischen Dorf Kocali verübten. Die Demonstranten trugen anti-armenische Plakate mit der Aufschrift: „Ihr seid alle Armenier, ihr seid alle Bastarde“. Das war eine Replik der Rechtsextremisten vor allem auf die große antirassistische Demonstration in Istanbul zum fünften Todestag der Ermordung des armenisch-türkischen Journalisten Hrant Dink vor zwei Monaten. Damals hatten rund 40.000 Menschen „Wir sind alle Armenier“ gerufen. Um sie zu verhöhnen, riefen einige rechte Jungtürken nun: „Eine Türkei – eine Faust“ (gegen Armenier).
internationale situation - Türkei
19. Januar 2012
Ein türkisches Gericht hat einen Rechtsnationalisten wegen Mordes an Journalist Hrant Dink zu lebenslanger Haft verurteilt. Im Gerichtsaal kam es zu Tumulten.
Ein Gericht in der Türkei hat einen Rechtsnationalisten wegen Mordes an dem armenischstämmigen Journalisten Hrant Dink zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Wie türkische Medien berichteten, wurde der Angeklagte Yasin Hayal aber vom Vorwurf der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung freigesprochen.
Der zweite Hauptbeschuldigte, der frühere Polizeispitzel Erhan Tuncel, wurde vom Vorwurf der Beihilfe zum Mord an Dink freigesprochen. Wegen einer vor dem Mord begangenen Straftat erhielt er aber eine Haftstrafe von fast elf Jahren.
Nach Verlesung des Urteils brachen im Gerichtssaal Tumulte aus. Eine Dink-Unterstützergruppe protestierte im Gerichtssaal gegen die Entscheidung. Der Richter ordnete die Festnahme der Demonstranten an.
internationale situation - Türkei
24. Mai 2011
Gestern Nacht, am 22. Mai, haben Faschos in Ankara (türkei) um 23.30 Uhr anarchistische Genossinnen und Genossen mit Hackmessern und Feuerwaffen angegriffen.
AugenzeugInnen berichteten von 8-9 Personen auf der Seite der Angreifer. Gemäss
ihren Berichten lagen die Faschos in einer Seitengasse auf der Lauer und griffen die AnarchistInnen rücklings an. Ein Anarchist wurde dabei durch Messerstiche schwer verletzt und befindet sich immer noch in Lebensgefahr. Er wurde notfallmässig operiert und liegt zurzeit auf der Intensivstation eines Krankenhauses.
Gemäss Augenzeugenberichten befand sich in der Gasse, in welcher die Faschos lauerten, auch ein Polizeiwagen, der ebenfalls bis zur Ankunft der AnarchistInnen dort verharrte. Nach dem Angriff sprangen die Faschos in den Streifenwagen und
verschwanden gemeinsam mit der Polizei vom Tatort.
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22. Dezember 2010
Türkische Rechtsextremisten planen über die Weihnachtsfeiertage Propagandaveranstaltungen in deutschen Städten. In Fürth sogar in der Stadthalle
Claudia Wangerin
Harmlos daherkommende »Folklorefeste« plant die »Föderation der Türkisch-Demokratischen Idealistenvereine in Deutschland« an den Weihnachtsfeiertagen in Zusammenarbeit mit lokalen ...
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