23. April 2012
Schon seit einigen Jahren ist bekannt, dass es Kontakte zwischen der deutschen und tschechischen rechtsextremen Szene gibt. Diese sind jedoch stark durch ideologische und historische Konflikte geprägt. Der Austausch findet primär auf der Basis persönlicher Kontakte zwischen einzelnen Personen statt.
Das tschechische Pendant zur NPD ist die „Arbeiterpartei für soziale Gerechtigkeit“ (DSSS). Sie wurde am 21. Januar 2004 unter dem damaligen Namen „Partei der Bürger der Tschechischen Republik“ gegründet. Seit November 2010 ist Tomáš Vandas der Vorsitzende der Partei, welcher zuvor Chef der im Februar 2010 verbotenen „Arbeiterpartei“ war. Bei den letzten Parlamentswahlen 2010 erhielt die DSSS 1,4 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in das Abgeordnetenhaus.