- international
11. Juni 2009
Wie erfolgreich waren die europaweiten Appelle, Nazis nicht zu wählen? Jetzt liegen alle Ergebnisse der Europawahl vor. Das bittere Fazit: Nationalistische und rechtsextreme Parteien haben dennoch in mehreren EU-Staaten deutlich zugelegt. Insgesamt konnte das rechtsextreme, nationalistische und rechtskonservative Spektrum die Zahl seiner Mandate sogar in etwa halten - und das trotz einer Verkleinerung des Parlaments von 785 auf 736 Sitze. Zwei rechte Verlierer gibt es allerdings doch: Die deutschen Rechtsparteien DVU und „Die Republikaner" (REP) spielen künftig keine Rolle im Europaparlament.
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- antifa
03. Juni 2009
Am Sonntagmorgen, gegen 1 Uhr früh, griffen etwa zehn dunkel gekleidete Personen einen 40jährigen Mann an und schlugen so heftig auf ihn ein, dass die Ärzte im Krankenhaus von akuter Lebensgefahr sprechen. Das Opfer liegt weiterhin im künstlichen Koma. Die Polizeipresse spricht in diesem Zusammenhang von einem „versuchte[n] Tötungsdelikt". Die Staatsanwaltschaft hüllt sich bisher weitgehend in Schweigen und will zu dem Vorfall keine konkreteren Angaben machen. Die Täter konnten vorerst flüchten, sind aber bekannt und stehen unter massivem Druck, sich der Polizei zu stellen. Laut Presseberichten hätten sich die Angreifer den Mann „gezielt ausgesucht": Auf im Internet veröffentlichten Bildern ist das Opfer mit einem antifaschistischen T-Shirt zu sehen, welches er auch in der Nacht des Überfalls getragen haben soll.
- antifa
24. Mai 2009
Deutsche Nazis solidarisieren sich mit dem Mörder von Carlos Palomino.
Vorne weg in der Solidaritätsfront mit dem Mörder von Carlos steht Steffen Pohl. Der Wahldortmunder ist seines Zeichens einer der Macher von Syndikat Z, dem deutschen Ableger von Zentropa, „dem" Internet-Netzwerk der Nationalrevolutionäre europaweit.
- antifa
13. Mai 2009
Soko ,Plasta‘ und Staatsschutz suchen jetzt den Mörder von Groitzsch
GROITZSCH - Eine Woche nach den tödlichen Schüssen auf einen 27-Jährigen in Groitzsch (Kreis Leipzig) hat die Polizei eine 16-köpfige Ermittlungseinheit auf den Fall angesetzt. Auch der Staatsschutz ist involviert, denn möglicherweise ist der Mörder ein Neonazi.
Als Eva-Maria G. (42) und ihr künftiger Schwiegersohn Tino L. am Abend des 20. April das leer stehende Fabrikgelände des einstigen Polyfol-Werkes betraten, waren sie offenbar nicht allein. Kleingärtner einer benachbarten Sparte berichteten später von Stimmengewirr und Gejohle, das zuvor aus dem weitläufigen Gelände drang. Die Industriebrache gilt als Treffpunkt der rechten Szene. Aufgrund des historischen Hintergrundes des Datums geht die neue Soko „Plasta" - benannt nach der alten Bezeichnung der Fabrik - jetzt Hinweisen nach, wonach hier möglicherweise Neonazis den Hitler-Geburtstag feierten. In die Ermittlungen ist auch der Staatsschutz einbezogen.
- repression
13. Mai 2009
Anarchistische «1. Mai Street-Party» Demo in Sankt-Petersburg trotz Genehmigung russischer Behörden von Bereitschafts-Miliz angegriffen und aufgelöst. Der Terror der Miliz gegen Anarchist_innen und Antifaschist_innen hat innerhalb des letzten halben Jahres in Sankt-Petersburg und anderen Städten in Ost-Europa stark zugenommen. Zudem arbeitet die Miliz offensichtlich mit Nazi zusammen.
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