internationale situation - Serbien
09. April 2012
Immer wieder führt der Hass auf Roma in Osteuropa zu Gewalt - jetzt gab es schwere Krawalle in der serbischen Hauptstadt Belgrad. Roma-Familien sollen dort aus Elendsquartieren in neue Container umgesiedelt werden, doch die neuen Nachbarn wollen das nicht dulden.
Belgrad - Bei Roma-feindlichen Ausschreitungen hat es am Sonntag in einem Vorort der serbischen Hauptstadt Belgrad 14 Verletzte gegeben. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Beta protestierten mehrere Einwohner des südlichen Vororts Resnik gewaltsam gegen die Aufstellung von Wohncontainern für Roma-Familien.
Sie bewarfen demnach die Polizei mit Steinen und Flaschen. Zwölf Beamte und zwei Bewohner des Vororts wurden laut Beta verletzt, 15 Teilnehmer der gewaltsamen Proteste wurden festgenommen. Belgrads Bürgermeister Dragan Djilas verurteilte die Ausschreitungen.
internationale situation - Serbien
04. Oktober 2011
Am Wochenende sollte eine Gay Pride Parade in Belgrad stattfinden. Die Regierung hat sie verboten. Der Grund: Angeblich hätten Rechtsextreme mit Angriffen gedroht.
BELGRAD taz | Die tagelange Debatte war so heftig, als ginge es um den Untergang des Staates. Jeder hatte etwas dazu zu sagen, ob sich einige hundert Schwulen-Aktivisten für zwei Stunden in einem Park im Zentrum Belgrads versammeln und um den Block spazieren dürften, selbst der Nationale Sicherheitsrat.
Das Ergebnis: Die für den vergangenen Sonntag angemeldete Belgrader Gay Pride Parade hat wieder einmal nicht stattgefunden. Nicht weil die Staatsdiener etwas dagegen gehabt hätten, sondern weil die serbische Gesellschaft nicht reif dafür wäre, lautete die Begründung, und weil es Wichtigeres gebe als die Schwulenrechte im Staat gebe, wie z. B. den Kampf auf Leben und Tod der Serben im Kosovo.
internationale situation - Serbien
14. Oktober 2010
Während einer Homo-Parade randalieren Rechtsradikale in der Belgrader Innenstadt. Über 50 Menschen werden verletzt, die Polizei ist machtlos. VON ANDREJ IVANJI
BELGRAD taz | Das Zentrum Belgrads ist am Sonntag völlig abgesperrt. Wo immer man hinschaut, stehen Polizeikordons. Über 5.000 Mitglieder der Sondereinheiten des Innenministeriums sind im Einsatz. Es ist sonnig, doch die Straßen sind menschenleer. Es herrscht Ausnahmezustand.
Weiter: www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/im-ausnahmezustand/
internationale situation - Serbien
14. Oktober 2010
Die serbischen Hooligans, die in Genua gezielt den Abbruch des EM-Qualifikationsspiels gegen Italien provozieren, sind offenbar die Handlanger rechter Kräfte in Belgrad.
Italien wollte sich an diesem Abend ein wenig selbst feiern im 150. Jahr der Einigung des Landes an einem Ort und zu einem Datum, die auf eine glorreiche Vergangenheit verweisen: 12.Oktober, Columbus' Day, Festtag zur Erinnerung der Entdeckung Amerikas durch den Seefahrer Cristoforo Colombo aus Genua. Das Stadion im Stadtviertel Marassi hatte zur Feier des Tages endlich einen neuen Rasen bekommen, Kostenpunkt 150.000 Euro, schließlich wollte die Stadt Genua bella figura machen als Austragungsort des EM-Qualifikationsspiels Italien-Serbien. Tausend Schulkinder waren eingeladen, die Azzurri spielen zu sehen.
Weiter: www.sueddeutsche.de/sport/italien-serbien-terror-in-genua-ivan-und-die-schrecklichen-1.1011776
internationale situation - Serbien
14. Oktober 2010
Die serbische Regierung vermutet politische Saboteure hinter den Ausschreitungen am Rande des EM-Qualifikationsspiels zwischen Italien und Serbien. Ihnen gehe es offenbar darum, Serbiens Reife für Europa in Frage zu stellen.
Genua - Für die serbische Regierung steht fest, dass die Ausschreitungen beim Fußball-EM-Qualifikationsspiel zwischen Italien und Serbien organisiert wurden, um Serbien zu schaden. "Offensichtlich will jemand beweisen, dass Serbien weder bereit noch reif für Europa ist", sagte Slobodan Homen, Staatssekretär im Justizministerium, am Mittwoch in einem TV-Interview des Senders B92.
Weiter: www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,722925,00.html
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