internationale situation - Schweden
14. Mai 2012
Am Montag beginnt in Malmö der Prozess gegen den mutmaßlichen Heckenschützen Peter M. Der 40-Jährige, der regelmäßig rechtsextreme Medien konsumierte und in seinen Aufzeichnungen Adolf Hitler lobt, soll zwischen 2003 und 2010 in Malmö drei Menschen ermordet sowie mehrere Mordversuche unternommen haben. Bei den Opfern handelte es sich vorwiegend um Migranten. Für den auf acht Wochen anberaumten Prozess bietet Malmö eine beklemmende Kulisse. In der multikulturellen Stadt, die wie keine andere in Schweden gescheiterte Integration und soziale Spannungen symbolisiert, ist seit M.s Festnahme im Herbst 2010 keineswegs Ruhe eingekehrt. Allein im ersten Monat dieses Jahres wurden in der Stadt drei Menschen erschossen; seit Jänner versucht die Polizei unter Beteiligung von 350 Polizisten aus dem ganzen Land der Gang-Kriminalität Herr zu werden. Die Jugendarbeitslosigkeit liegt in Malmö bei 27 Prozent; jeder vierte Schüler verlässt die neunjährige Grundschule ohne Abschluss. In den Migrantenvierteln regieren Perspektivlosigkeit und Gewalt – wie im Stadtteil Seved, in den sich kein regulärer Postzusteller mehr traut und wo daher seit Februar Einwohner die Briefe und Pakete selbst austragen
via Prozess gegen Sniper in Malmö
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10. Mai 2012
Der schwedische Heckenschütze Peter Mangs muss sich ab 14. Mai vor dem Malmöer Gericht verantworten. Ihm werden drei Morde und zwölf Mordversuche vorgeworfen.
Staatsanwältin Solveig Wollstad vom Malmöer Amtsgericht hat jetzt Anklage gegen den 40-jährigen Heckenschützen Peter Mangs erhoben. Mangs soll aus Fremdenhass vom Jahr 2003 an drei Morde und zwölf Mordversuche in der südschwedischen 300 000 Einwohner zählenden Stadt Malmö verübt haben. Am 6. November 2010 wurde Mangs verhaftet.
Die meisten von Mangs’ Opfern, auf die er aus dem nächtlichen Hinterhalt geschossen hatte, waren Personen mit Migrationshintergrund. Malmö hat einen Ausländeranteil von rund 30 Prozent. Auf Mangs’ Computer konnten die Fahnder fremdenfeindliches Material sicherstellen. Rekonstruiert werden konnte auch, dass Mangs auf rechtsextremen Homepages surfte.
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03. Mai 2012
Several Swedish extreme-right groups have come out in force to demonstrate on May 1st, with police reporting disorder after clashes with extreme-left groups. May 1st is a sacred day for the labour movement and according to tradition the Left and Social Democrat parties held parades in towns and cities across Sweden. However this year the extreme-right Svenskarnas Parti (Party of the Swedes – SvP) have gathered in Eskilstuna south of Stockholm to voice their objections to the societal status quo. Police spokesperson Frederick Wallén told news agency TT that the Eskilstuna event was characterized by disorderly behaviour involving counter-demonstrators. “We can confirm that at least 50 or so counter-demonstrators threw stones, bottles and golf balls. As a result we expanded the cordoned off area and pushed them aside.” Wallén said that the police were not aware of any reported injuries. “We estimate that there are currently about 50 from the Svenskarnas Parti in attendance and the counter-demonstrators number about 150-200. But 50 or so were obviously just here to fight.” The party sought permission to demonstrate in several towns across Sweden but settled in the end for Eskilstuna. This is the first time that an extreme-right organization has demonstrated in the city on May Day. “As far as I know, we have not had any organizations linked to the white power movement demonstrating in Sörmland on May Day,” Wallén said.
via thelocal.se: Swedish neo-Nazis turn out for May Day parade
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12. Dezember 2011
Während einer Neonazi-Kundgebung gegen Einwanderer in Stockholm mit 500 Teilnehmern ist es am Samstagabend in Stockholm zu Ausschreitungen gekommen. Neonazis und Degendemonstranten bewarfen sich mit Flaschen und Feuerwerkskörpern. Mehrere Personen wurden leicht verletzt. Es gab mindestens 26 Festnahmen.
(Salzburger Nachrichten)
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06. Dezember 2011
Schweden (Stockholm) – Ein Bündnis der extrem rechten schwedischen Szene mobilisiert seit Monaten für den Protestmarsch in Stockholm am 10. Dezember, der unter dem Motto „Stoppt die Schwedenfeindlichkeit“ steht.
Geworben wird dafür auch über das Internet. Der Aufmarsch ersetzt die in den vergangenen Jahren im Stockholmer Vorort Salem stattgefunden Neonazi-Demonstrationen anlässlich des sich Anfang Dezember wiederholenden Todestages von Daniel Wretström. Wretström war 2000 nach einem Streit und einer Messerattacke an einer Bushaltestelle, an der auch Ausländer beteiligt waren, verstorben und muss seitdem als nationalistischer Märtyrer herhalten.
Die „Blood&Honour“-Bewegung“ in Großbritannien nannte ihn gar den „Horst Wessel unserer Generation“. Wretström war Schlagzeuger in der Rechtsrock-Band „Vit Legion“ (dt.: Weiße Legion).