internationale situation - Rumänien
12. September 2012
Das von Korruption und Misswirtschaft geschüttelte Land am südöstlichen Rand Europas ist von demokratischen Standards weit entfernt – die Aufarbeitung der an Juden und Roma begangenen Verbrechen während des Nationalsozialismus steht noch am Anfang.
Die permanente Diskussion um den Verbleib Griechenlands in der Eurozone hat offensichtlich den Blick der europäischen Institutionen dafür getrübt, dass sich Länder am Rande Europas wie zum Beispiel Rumänien schon weit von den europäischen Prinzipien der Demokratie entfernt haben.
Das von Korruption und Misswirtschaft geschüttelte Land am südöstlichen Rand Europas ist von europäischen Standards weit entfernt. Die Posse um die Amtsenthebung von Staatspräsident Traian Băsescu sucht vergebens nach Vergleichen in der Geschichte der Europäischen Demokratie. Die Mehrheit der im Rahmen eines Referendums abgegebenen Stimmen sprach sich für eine Amtsenthebung Basescus aus, doch scheiterte das Referendum knapp an der für dessen Gültigkeit erforderlichen Wahlbeteiligung von 50 Prozent. Das Verfassungsgericht erklärte das Referendum jetzt für gescheitert.
internationale situation - Rumänien
07. Juli 2011
Der Bürgermeister von Baia Mare will Blocks, in denen Roma leben, von einer Trennwand umgeben lassen. Dies sei eine Maßnahme, um die Bewohner vor Autoabgasen zu schützen.
BERLIN taz | Der Bürgermeister der nordrumänischen Industriestadt Baia Mare Catalin Chereches hat beschlossen drei Wohnblocks, in denen Roma leben, mit einer 1,80 m hohen Mauer zu umgeben. Im Vorfeld soll es Beschwerden unmittelbarer Nachbarn gegeben haben, die sich durch den Unrat, das Kindergeschrei und die laute Musik der Bewohner der Blocks belästigt fühlten. Das Unterfangen wurde vom Stadtrat abgesegnet.
Der Bürgermeister erklärte unverfroren, der Beschluss sei im Einverständnis mit den Bewohnern der "dort lebenden Gemeinschaft" gefasst worden. Die als "Gemeinschaft" bezeichneten Bewohner sind ausschließlich Roma. Sie siedeln seit einiger Zeit in den drei heruntergekommenen Blocks. Die meisten von ihnen haben keinen Arbeitsplatz und sind auf Sozialleistungen angewiesen.
internationale situation - Rumänien
12. Dezember 2010
Nach wie vor sind Roma rassistischen Ressentiments und gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt – besonders in osteuropäischen Staaten.
Bis zu 500 000 Sinti und Roma fielen dem Rassenwahn der Nazis zum Opfer. Die als „Zigeuner“ beschimpfte Volksgruppe ist heute mit acht Millionen die größte Minderheit in Europa – und wird vielerorts drangsaliert. Besonders in Osteuropa müssen die Roma häufig als „Sündenböcke“ für Krisen jeder Art herhalten und sind rassistischen Übergriffen und Gewalttaten ausgesetzt. Rechtsextreme Parteien schüren die Stimmung, hetzen gegen die „Zigeuner“, rufen verbal und manchmal auch konkret zu Gewalt auf. Bnr.de beleuchtet die Situation in verschiedenen osteuropäischen Staaten: www.bnr.de/content/ewige-ae-suendenboecke-ae
internationale situation - Rumänien
14. Oktober 2009
Zum Gedenken an die rund 300.000 rumänischen Juden und Roma, die dem Holocaust zum Opfer fielen, ist in dieser Woche in Bukarest ein Mahnmal enthüllt worden. Staatspräsident Traian Basescu erklärte in seiner Rede, es sei die Pflicht Rumäniens, „den Völkermord während des Zweiten Weltkrieges anzuerkennen“ und die Opfer zu ehren. Auch Holocaust-Überlebende nahmen an der Zeremonie teil. Weiter: www.eurorex.info/2009/10/10/rumanien-holocaust-denkmal-in-bukarest-enthullt/