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Die bundesweite Kampagne "Rassismus tötet!" plant nach den erfolgreichen Mobilisierungen nach Rostock und Hoyerswerda, die natürlich in Zusammenarbeit mit anderen Bündnissen/Initiativen statt fanden, weitere Aktionen und Proteste. Aktuell steht die Unterstützung des Flüchtlingsprotestmarsches nach Berlin an, hier wird es am 13.Oktober eine Demonstration zum Bundestag geben. Es folgt eine Demonstration Ende Oktober in Leipzig und eine Mitte November in Mölln. Dieser Artikel will vermitteln, weshalb die nächste Station der Kampagne Leipzig sein wird.

Aufruf: Never forgive, Never forget – Remembering means fighting


22.09.2012 | 14:00 | Bahnhofsvorplatz / Hoyerswerda

Posted by: Revolution Times in aktionsberichte

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Revolution Times

Demo & Kundgebungen: "Keine Ruhe für Hoyerswerda!

Im September 1991 fliegen Flaschen und Steine gegen die Unterkünfte von Vertragsarbeiter_innen und Asylsuchenden im sächsischen Hoyerswerda. Eine Mob belagert über 5 Tage das Wohnheim und attackiert es diverse Male unter rassistische Parolen. Nach einigen Tagen werden die Betroffenen evakuiert und Nazis rühmen Hoyerswerda als “erste ausländerfreie Stadt” Deutschlands.

Die Stadt setzte alles daran die Demo und die antifaschistischen Gedenkveranstaltungen zum 20. Jahtestages des Pohroms zu behindern, u.a. durch Raumabsagen, Auflagen und Routenänderungen. Hoyerswerdas Oberbürgermeister setzte die Antifas mit Nazis gleich und behauptete die Ereignisse von 1991 seien kein Pogrom gewesen. Rund 40 Neonazis störten die Gedenkminute vor der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft. Antifasschist_innen, die sich die Hand vor’s Geisicht hielten, um von den Rechten nicht fotografiert zu werden, haben nun Strafbefehle wegen Vermummung erhalten. Außerdem wurden drei ehemalige Betroffene des Pogroms erneut bedroht und beleidigt.


Antifa Weekend - Fight back!

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Revolution Times

Ereignisreiche Tage stehen bevor, die antifaschistische Bewegung hat in den nächsten Tagen wieder vielen faschistischen Aktionen die Stirn zu bieten, geht aber auch selbstständig an vielen Orten in die Offensive. Dieser Bericht soll einen kurzen Überblick geben. Berlin/Brandenburg

Am Freitag gehen AntifaschistInnen in Berlin und Potsdam auf die Straße. Am Samstag den 15. September 2012 wollen Neonazis des NPD-Kreisverbandes Havel-Nuthe und dessen Umfeld versuchen, in Potsdam zu demonstrieren. Dagegen wird das antifaschistische Bündnis „They Shall Not Pass“ mit allen nötigen Mitteln Widerstand leisten und versuchen an vergangene Erfolge anzuknüpfen (Bericht / Video). Einen Tag vor dem Naziaufmarsch wollen die AntifaschistInnen die Gelegenheit nutzen, eigene Inhalte zu vermitteln und noch einmal deutlich zu machen, dass eine Kooperation mit dem städtischen Bündnis abgelehnt wird. Beginnen wird der Demonstrationszug um 19 Uhr am Potsdamer Hauptbahnhof und durch die Innenstadt führen.


17.9.2012: Keine Ruhe für Hoyerswerda!

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Revolution Times

Keine Ruhe für Hoyerswerda!
Gegen rassistische Zustände!
Für ein Denkmal und die Entschädigung der Betroffenen des Pogroms von 1991!


Demo: 22. Sept. 2012 | Hoyerswerda
14.00 Uhr | Bahnhofsvorplatz

Video-Kundgebungen: 17. Sept. 2012 | überregional
–> Organisiert Videokundgebungen und/oder Filmabende in eurer Region.

„Wir haben in der Welt Millionen von potentiellen Asylbewerbern und mit denen können wir so, wie wir es gegenwärtig machen, nicht fertig werden.“ (Edmund Stoiber, CSU im ARD Brennpunkt, September 1991)

Im September 1991 griffen Neonazis unter Mithilfe und Applaus vieler Bürger_innen zwei Wohnheime von Vertragsarbeiter_innen und Asylsuchenden im ostsächsischen Hoyerswerda an. Mehrere hundert Menschen belagerten die Unterkünfte fünf Tage lang, bis schließlich alle Heimbewohner_innen aus der Stadt gebracht wurden. Nationale und internationale Medien berichteten über die Geschehnisse. Die „Evakuierung“ aller Bewohner_innen der Heime wurde nicht nur in Hoyerswerda selbst von vielen als „Erfolg“ gewertet. Die Angriffe bildeten damit den Startschuss für eine jahrelang anhaltende Welle der rassistischen Gewalt im wiedervereinigten Deutschland, die neben hunderten Verletzten zahlreiche Todesopfer forderte.

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20. Jahre rassistischen Pogrome in Cottbus

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Revolution Times

In den Nächten vom 29. bis zum 31. August 1992 versuchten mehrere hundert Nazis die Wohnblöcke des Sachsendorfer Asylbewerberheims mit Molotow-Cocktails in Brand zu setzen und ihre etwa 1000 Bewohner in den Feuertod zu treiben. Um Überlebende zu massakrieren, hatten sie sich mit Messern, Baseballschlägern und Steinen bewaffnet. Nur der Einsatz von Feuerwehr und 300 Polizeibeamten konnte schließlich ein Blutbad verhindern und die Angreifer zum langsamen Rückzug zwingen.

Bewegten diese Ereignisse damals noch kurzzeitig die lokale Öffentlichkeit, so sind sie bis heute fast in Vergessenheit geraten. Und sowohl Stadt als auch Presse haben ein Interesse am Totschweigen der größten Cottbuser Schande seit 1945. Da der Fokus der bundesdeutschen Medien auf die schweren Gewaltexzesse von Rostock-Lichtenhagen wenige Tage zuvor konzentriert war, konnte die Stadt ihre Probleme mit rechten Ausschreitungen erfolgreich aussitzen bis das Thema niemanden mehr interessierte als die Betroffenen selbst. Auch die Lausitzer Rundschau hat zu jener Zeit keine rühmliche Rolle gespielt, da Zitate Cottbuser Bürger über angebliche Bedrohungen durch die Asylsuchenden zumindest unfreiwillig die ohnehin aufgeheizte Stimmung gegen Ausländer weiter zuspitzten und dem faschistischen Mob Rechtfertigung für seine Übergriffe gaben.

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Günter Schwannecke wurde 1992 in Berlin-Charlottenburg von einem Neonazi erschlagen. Wir gedenken seiner.

Die Günter-Schwannecke-Gedenkinitiative wird anlässlich des 20. Jahrestags des rassistisch motivierten Angriffs, dem 29. August 2012, eine Kundgebung veranstalten und am Ort des Geschehens, dem Spiel- und Sportplatz an der Pestalozzistraße/Fritschestraße, eine provisorische Informationstafel anbringen.

Weitere Vorhaben der Gedenkinitiative sind: diesen Platz nach Günter Schwannecke zu benennen; zu Günter Schwannecke und den genauen Umständen seines Todes zu recherchieren; den Fall aufzuarbeiten und politisch einzuordnen; öffentlich zu informieren und für die dauerhafte staatliche Anerkennung Günter Schwanneckes als Todesopfer rechter Gewalt zu kämpfen.
Günter Schwannecke war ein bekannter und für gesellschaftliche Veränderung engagierter Kunstmaler. Im Jahr 1992 war er zeitweise ohne festen Wohnsitz und saß mit dem Künstler Hagen Knuth am Abend des 29. Augusts an dem Spielplatz. Die Skinheads und Neonazis Norman Zühlke und Hendrik Jähn kamen hinzu, um Menschen mit Migrationsgeschichte rassistisch zu beleidigen und von dort zu vertreiben. Günter Schwannecke und Hagen Knuth, selbst gesellschaftlich Ausgegrenzte, bewiesen Zivilcourage und mischten sich ein. Nach der erfolgreichen Flucht der ursprünglichen Opfer schlug Zühlke mit einem Baseballschläger auf die beiden ein. Hagen Knuth überlebte, doch Günter Schwannecke starb am 5. September 1992 an den Folgen von Schädelbruch und Hirnblutungen. Er musste sterben, weil er Zivilcourage gezeigt hatte. Umso erschreckender ist, dass Günter Schwannecke ein weitgehend unbeachtetes Opfer rechter Gewalt geblieben ist.


22.9.2012 Magdeburg: Nichts & Niemand ist vergessen

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Revolution Times

Viele Menschen, welche die Nachwendezeit in Magdeburg und Sachsen-Anhalt miterlebt haben,
können sich noch an Zeiten erinnern, in denen es Vorschläge gab UN- Blauhelmtruppen in Magdeburg Olvenstedt zu stationieren. So realitätsfremd diese Forderung heutzutage für uns klingen mag, so real war (und ist) die Bedrohung durch Faschisten.

Ein trauriges Beispiel lieferten die „Himmelfahrtskrawalle“ am 12.05.1994, welche Magdeburg nach dem Mord an Lampe 1992 wiederholt in die Schlagzeilen brachten. Torsten Lamprechts Tod jährte sich 2012 zum zwanzigsten Mal. „Es gab klare Hinweise, dass rechtsradikale Himmelfahrtskommandos am Vatertag Randale machen wollten. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass die Polizei versagt hat. … Schon vor 2 Jahren haben rechtsradikale Schläger einen Jugendlichen zu Tode geprügelt. Schon damals wurde verniedlicht, verheimlicht und vertuscht.“ (ZDF Journalist) Dass dieser Tag ein weiteres Todesopfer mit sich brachte blieb lange unbekannt. Farid Boukhit starb am 27.09.1994 an den Folgen seiner Verletzungen, welche ihm im Mai 1994 durch rassistische Schläger zugefügt wurden.

Uns ist es bei der erschreckend großen Anzahl Opfer rassistischer Gewalt in Sachsen-Anhalt wichtig, niemanden zu vergessen. Deshalb halten wir es für sinnvoll, einen zentralen Gedenktag für Magdeburg zu etablieren. Wir wollen die Erscheinungen von gesellschaftlichen Rassismen samt der Begünstigung und Förderung dieser Zustände durch staatliche Institutionen offen benennen.

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Neben dem Rostocker Fernbahnhof lag 1992 die Zentrale Aufnahmestelle für Asylsuchende, kurz ZAst gennannt. Im gleichen elfstöckigen Plattenbau wohnten nebenan ehemalige vietnamesische „Vertragsarbeiter_innen“. In den Tagen zuvor trafen auch Asylsuchende rumänische Roma ein, denen die Aufnahme verweigert wurde. Fast 400 Menschen waren gezwungen vor dem Haus auszuharren, nicht einmal Toiletten oder Wasser wurde ihnen gestellt. Am einem Samstag Abend, dem 22. August, versammelten sich über tausend Rostocker_innen vor dem Haus. Gegen zwanzig Uhr warfen die Ersten mit Teilen von Gehwegplatten Fenster ein, später kamen Molotowcocktails hinzu. Aus der Menge wurden Parolen wie „Ausländer Raus“ und „Heil Hitler“ skandiert. Die anwesende Rostocker Polizei war damit beschäftigt, sich selbst zu schützen. Am nächsten Tag reisten erste organisierte Nazis an. Angreifer_innen brachen in das Haus der Vietnames_innen ein, die Polizei holte sie wieder heraus. Erst am Montag wurden die Menschen aus der ZAst evakuiert. Allerdings nicht die dort lebenden Vietnames_innen. Das Haus wurde von den Angreifer_innen beworfen und angezündet. Mehrere tausend Menschen schauten zu, klatschen Beifall und boten den Angreifenden Schutz. Die Bewohner_innen brachen verschlossene Notaufgänge auf und flüchteten über das Dach, während die Feuerwehr über eine halbe Stunde brauchte, um durch die Menge zu dem Haus durchzukommen.

Anlässlich des 20. Jahrestages dieser Ereignisse wollen wir am 25. August in Rostock, am Ort des tragischen Geschehens, auf die Straße gehen. Wir wollen dabei nicht nur an das tragische Geschehen erinnern, sondern auch ein Zeichen im heutigen Kampf gegenRassismus, Staat und Kapitalismus, also für eine herrschaftsfreie Gesellschaft, setzen.


Naziaufmarsch am 6. Oktober in Göppingen verhindern!

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Revolution Times

Für den 6. Oktober planen Faschisten aus mehreren Bundesländern einen Aufmarsch in Göppingen. Unter dem Motto „Ausbeutung stoppen – Kapitalismus zerschlagen“ versuchen die Nazis wie so oft ihre menschenverachtende Hetze in ein scheinbar fortschrittliches Gewand zu verpacken und an den Ängsten vieler Menschen anzusetzen.

Zu dem Aufmarsch mobilisieren vor allem Gruppen aus dem Spektrum der sogenannten "Autonomen Nationalisten".

In Göppingen gibt es eine sehr aktionistische Naziszene: Immer wieder kommt es zu faschistischen Propagandaaktionen, NazigegnerInnen werden bedroht oder körperlich angegriffen. Die Stadt positioniert sich nicht klar gegen die Faschisten und versucht antifaschistisches Engagement möglichst klein zu halten.

2012 konnten mehrere Kundgebungen der Neonazis im Kreis Göppingen durch vielfältigen antifaschistischen Widerstand massiv gestört und zum Teil verhindert werden. Immer wieder kam es auch außerhalb von direkten Gegenprotesten zu antifaschistischen Aktivitäten im Kreis Göppingen. Daran gilt es anzuknüpfen und jeden öffentlichen Auftritt der Nazis zum Desaster werden zu lassen.

Lasst uns am 6. Oktober den Naziaufmarsch gemeinsam & entschlossen verhindern!
Kein Fußbreit den Faschisten!

Informiert Euch! Beteiligt Euch an der antifaschistischen Mobilisierung!
Weitere Infos: www.antifa-stuttgart.tk


Bad Nenndorf: Gegen Nazis am 4.8.

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Revolution Times

Am 4. August 2012 jährt sich der sogenannte »Trauermarsch« der bundesweiten Neonaziszene in Bad Nenndorf (bei Hannover, Niedersachsen) bereits zum 7. Mal.
Der Anlass für die Neonazis, ist den damals im Wincklerbad internierten Mitgliedern von NSDAP und SS zu gedenken. Ähnlich wie bei den früher statt gefundenen Rudolf-Hess-Gedenkmärschen ist das Ziel der Neonazis mit der Thematik, den Mythos der Deutschen als Opfer weiter zu entwickeln. Das Bündnis "NS-Verherrlichung stoppen!" sowie die Ini gegen den Naziaufmarsch rufen zur Verhinderungen des Aufmarsches auf!

Mehr Informationen: Karte | Ticker | twitter | Anreise | letzte Infomail

 

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