11. November 2011
Antifaschisten wollen Aufmarsch der Rechtsextremen am Unabhängigkeitstag stoppen Ein tiefer Graben tut sich in Warschau am heutigen Unabhängigkeitstag auf. Zusammenstöße zwischen linken und rechten Gruppen sind programmiert.
Am 11. November, wenn im christlichen Europa die fünfte Jahreszeit anbricht, begeht Polen seinen Unabhängigkeitstag. Nach dem Tode Józef Pilsudskis 1935 erinnerten sich dessen Anhänger des Tages, als Pilsudski 1918 die Funktion des Regentschaftsrates übernahm, womit Polen nach 123 Jahren der Dreiteilung durch Preußen, Österreich-Ungarn und Russland wieder seine Souveränität erlangte und die »Zweite Republik« geboren wurde.
Wie schon seit einigen Jahren werden am heutigen Freitag in Warschau, Wroclaw und anderen Großstädten die »wahren Patrioten« marschieren, um für ein »großes, stolzes und polnisches Polen« zu demonstrieren. Vom Warschauer Platz der Verfassung wollen sie zum Denkmal Roman Dmowskis (1864-1939) ziehen, um den antisemitischen Gründer der National-Demokratischen Partei (Endecja) zu ehren. Die Endecja regierte bis 1926, bevor sie der Maiputsch Pilsudskis ablöste.
Kommentare
neues-deutschland.de/.../...