internationale situation - Norwegen
14. Februar 2013
In Norwegen hat offenbar ein Mitglied der rechtsextremen Norwegian Defense League mit einem Bombenanschlag auf das Storting, das nationale Parlament, gedroht. Zwar geht die Polizei mittlerweile von einer unkonkreten Drohung aus, doch die Frage bleibt: Welche Gefahr geht von rassistischen Islamkritikern aus?
Mehrere norwegische Medien berichteten am Mittwoch, der Verdächtige gehöre zu der rechtsextremen und islamfeindlichen Norwegian Defense League. Das Konzept der Defense Leagues gibt es auch in anderen europäischen Ländern, so beispielsweise in England (EDF) sowie in Deutschland (German Defense League), wo mutmaßliche GDF-Mitglieder im Netz den Aufbau einer paramilitärischen Einheit propagieren.
Bei dem 27-jährigen Norweger fand die Polizei laut Medienberichten eine schusssichere Weste, eine Gaspistole sowie eine gepackte Reisetasche. Die Polizei wollte die Identität des Mannes aber noch nicht bestätigen.
internationale situation - Norwegen
29. November 2012
Mehr als ein Jahr nach den verheerenden Anschlägen des Rechtsextremen Anders Behring Breivik in Oslo und auf der Ferieninsel Utoya haben die Sicherheitskräfte Aufnahmen von Überwachungskameras veröffentlicht, die während der Tat aufgenommen wurden. Auf den Bildern ist zu sehen, wie Breivik am 22. Juli 2011 seinen mit Sprengstoff beladenen weißen Transporter vor dem Bürogebäude der Regierung in Oslo parkt und aussteigt. Er entfernt sich zügig. Verkleidet hat er sich mit einer Uniform eines Sicherheitsdiensts. (Rheinische Post)
internationale situation - Norwegen
28. August 2012
Die selbsterklärten Verteidiger der europäischen Kultur erweisen sich einmal mehr als deren größten Feinde. Sie wollen die gesellschaftliche Auseinandersetzung zu einem Freund-Feind-Schema erstarren lassen, um den großen Schlag vorzubereiten. Der Rechtsterrorist Breivik verstand sich als Vollstrecker dieser Weltsicht (Publikative.org).
internationale situation - Norwegen
23. Juli 2012
Am 22. Juli 2011 tötete der Islamfeind Anders Behring Breivik mit einer Bombe im Osloer Regierungsviertel zunächst acht Menschen und erschoss später auf der Insel Utøya 69 Teilnehmer*innen eines Sommerlagers der regierenden Arbeiterpartei. Am ersten Jahrestag der Bluttat am Sonntag gedenkt Norwegen den Opfern des Massakers - auch bei einer Veranstaltung auf Utøya. Das Urteil gegen Attentäter Breivik steht noch aus. Die fünf Richter wollen es voraussichtlich am 24. August verkünden. Bis dahin müssen sie entscheiden, ob sie der Argumentation der Verteidigung oder der Anklage folgen, Breivik also als zurechnungsfähig oder unzurechnungsfähig erklären (stern.de, WiWo (Video)). Norwegens Regierungschef Jens Stoltenberg warnte bei der Gedenkfeier auf Utoya vor Hass-Äußerungen im Internet: „Das Internet wird von schikanösen Angriffen überschwemmt. Wir haben diese hasserfüllten Äußerungen zu lange übersehen. Wir können und wollen die Augen nicht länger schließen.“ Der Islamhasser Breivik hatte sich vor seinem Doppelattentat im Internet radikalisiert und zudem versucht, im Netz auch für seine rechtsextremen und islamfeindlichen Gewalt-Fantasien zu werben (Hamburger Abendblatt).
internationale situation - Norwegen
03. Juni 2012
While the trial of Anders Behring Breivik for the murder of 77 people has put a spotlight on radical right-wing currents in Norway, experts agree far-right extremists do not play a major role Norwegian society. In a bright room equipped with desks at the Norwegian Center Against Racism in Oslo, a half dozen adult immigrants are working on their job applications. They are being trained by 24-year-old Somia Salaouatchi. Salaouatchi, whose face is surrounded by a lilac-colored scarf, gives the immigrants tips on how to improve the look of their resumes. Born in Algeria, she said she doesn’t feel that immigrants are discriminated against in Norway in general, but added that she does see structural discrimination. “A report has just come out that says that a person’s chances when applying for a job are slimmer with a foreign-sounding name,” she said. “But presumably the larger problem is that immigrants do not have access to the same networks as ethnic Norwegians.” Fewer right-wing extremist attacks in Norway Immediately after the killing of 77 people by Anders Behring Breivikin Oslo and Utoya on July 22, 2011, immigrants came under suspicion. Media reports quickly focused on speculation that radical Islamists had orchestrated the attacks while there was less interested in the possibility a Norwegian far-right perpetrator.