siempre - konferenz
04. April 2011
Im Rahmen des diesjährigen Gedenkens an die Ermordung von Dieter Eich veranstalten wir eine Podiumsdiskussion unter dem Motto “Die verschwiegenen Toten”. Mit der Veranstaltung wollen wir den Zustand thematisieren, dass die Bundesregierung seit Jahren die Statistiken rechtsmotivierter Morde schönt und auch generell ein unwürdiger Umgang mit den Opfern rechter Gewalt gepflegt wird, in dem u.a. die rechtsmotivierten Hintergründe der Taten nicht als solche benannt oder heruntergespielt werden.
Referent_innen:
Heike Kleffner (freie Journalistin / Aktion Sühnezeichen)
Ulla Jelpke (MdB Die.LINKE)
Sebastian Schmidt (ehem. “Schon vergessen”-Kampagne)
Martin Sonnenburg (Bündnis “Niemand ist vergessen!”)
Juliane Nagel (Initiativkreis Antirassismus / Die.LINKE Leipzig)
16.05.2011 | 19:30 Uhr | Haus der Demokratie
(Greifswalder Straße 4)
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15. November 2010
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Siempre Antifascista 2010 – Dritter Tag der Konferenz / Third day of the conference
Am heutigen Nachmittag fand das Auswertungstreffen der Siempre Antifascista Konferenz statt. Wie internationale, antifaschistische Vernetzung aussehen kann, wurde in einem Referat von einem Vertreter der Antifaschistischen Linken International (ALI) aus Göttingen dargestellt. Es wurde festgestellt, dass Antirepressionsarbeit in Zeiten zunehmender Bedrohung durch den Staat nicht außer Acht gelassen werden darf. Wie auch angesichts der internationalen Vernetzung von Neonazis gilt es hier, sich über Probleme auszutauschen, die strukturell vergleichbar in allen Ländern anzutreffen sind. Extremismustheorien, die je nach Situation in unterschiedlicher Ausprägung anzutreffen sind, werden von Politik und Polizei eingebracht, um linksradikale Alternativen zu den gesellschaftlichen Verhältnissen als verfassungsfeindlich in einen Topf mit neonazistischen Gewalttaten zu werfen. Dieser Prozess ist im Moment in Russland besonders zu beobachten.
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14. November 2010
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Siempre Antifascista 2010 – Zweiter Tag der Konferenz / Second day of the conference Heute fanden von nachmittags bis abends Workshops statt, die jeweils von Gastreferent_innen und Menschen vom Bündnis Siempre Antifascista gemeinsam geleitet wurden. Erster Programmpunkt war ab 13 Uhr ein kräftigendes Frühstück und um 14:30 begannen die beiden Workshops zu Rechtspopulismus und Gedenkpolitik.
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13. November 2010
Auf der Auftaktveranstaltung der Siempre Antifascista-Konferenz am Freitag wurde ein Überblick über die Antifa-Szenen der verschiedenen Länder gegeben. Neben den 20 Referent_innen waren 150 Gäste anwesend. Das Bündnis zieht ein sehr positives Fazit dieses Tages.
Gegen 19:00 begann die erste Veranstaltung des Siempre Antifascista 2010 im Haus der Demokratie und Menschenrechte. Anwesend waren Referent_inen aus Moskau, der Ukraine, Novi Sad (Serbien), Miami, der Tschechischen Republik und Madrid, so dass die ganze Veranstaltung auf Englisch gehalten wurde. Die Referentin aus Ungarn sagte kurzfristig ab, die Kanadier_innen warten in New York auf ihren Flug und kommen morgen an, pünktlich zu den Workshops. Eine erfreuliche Meldung gab es aus Warschau, wo ein Naziaufmasch erfolgreich blockiert wurde
Den Anfang machte ein kurzer Vortrag vom Bündnis Siempre Antifascista. Es wurde ein Geschichtsabriss der neonazistischen Bewegung gegeben, von Nachfolgeparteien der NSDAP bis zur heutigen Anti-Antifa. Anschließend wurde das Konzept der Kampagne Siempre Antifascista vorgestellt, das aus drei Elementen besteht: dem internationalen Aktionstag zum Gedenken der Opfer rechter Gewalt am 11. November, der auch dieses Jahr wieder aktiv begangen wurde, der internationalen Vernetzung antifaschistischer Struktur, und dem gemeinsamen Gestalten einer progressiven Subkultur.
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28. Oktober 2010
Von Jana Heissling
Berlin. Spätestens nach den Wahlerfolgen der Partei »Schwedendemokraten« im September und der niederländischen Partij voor de Vrijheid (PVV) im Juli dieses Jahres sind rechtspopulistische Parteien in aller Munde. Auch in Österreich konnte die mit anti-muslimischer Wahlpropaganda auftretende Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) einen beachtlichen Wahlerfolg in Wien erzielen. Im Oktober erreichte sie mit 28 Prozent ein neues Rekordhoch. In ganz Europa entstehen zunehmend Parteien, die mit antisemitischen, antiziganistischen und rassistischen Parolen zur »Rettung des Abendlandes« aufrufen und Stimmung gegen gesellschaftlich marginalisierte Gruppen machen. In Zeiten eines kriselnden Kapitalismus fällt solche Propaganda teilweise auf fruchtbaren Boden.
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