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länderberichte

- England

09. April 2012

No great mention of it from the British National Party (BNP),Britain’s premier fascist organisation, but the party is thirty years old today. Officially launched on 7 April 1982, the BNP emerged from a 1980 split from the once mighty National Front (NF). The NF imploded not long after the 1979 General Election when Margaret Thatcher made a severe dent in the NF’s electoral prospects by making a series of anti-immigration statements in the run up to polling. Many Tories who had joined the NF during the Heath era went back to the Tories feeling that Thatcher was a more plausible way to stop the country from being “swamped” by immigrants. As well as a resurgent Tory party, the NF was also beset by a large anti-NF movement, which included both the Anti Nazi League (ANL) and Rock Against Racism (RAR) that galvanised young people to reject Nazism. Searchlight magazine at that time, also laid into the NF’s leaders John Tyndall and Martin Webster exposing their pre-NF support for the Nazis. Tyndall in particular was a long-term Nazi activist who, during the 1960′s, had led a series of enterprises to try and introduce a “more British” style National Socialism to the British public. Needless to say, although the NF campaigned against immigration, at is core it was a hard-line Nazi organisation. Having resigned from the NF after its directorate refused to grant him complete dictatorial control over the organisation, between 1980-1982 Tyndall ran his Nazi faction under the title New National Front (NNF), while Andrew Brons, today a rebel BNP MEP, along with the BNP’s current leader Nick Griffin were left with what was left of the rest of NF.
Tyndall launched the BNP at a London hotel on 7th April 1982. As well as his wealthy father-in-law Charles Parker beside him, was one Ray Hill a mole inside the far-right who Tyndall had taken into his confidence. The BNP was modelled on Tyndall’s belief that he (Tyndall) was some kind of messiah and that only he could save the country from a mysterious Jewish control, a hatred that had driven his politics for most of his life (despite allegedly flirting for a very small while as a teenager with Communism). Repudiating the NF’s democratic façade, Tyndall ran the BNP as an unashamedly Nazi party. There was no internal democracy, a concept which to Tyndall was an anathema though his party would sporadically abuse the democratic process by fielding candidates in elections. During the 80′s the party struggled to make any dent on British society. One of their members, Tony Lecomber was sent to prison for an attempted bombing of a left wing organisation. Though widely they were ignored as a tiny crank Nazi cult of a few hundred members, the BNP were still monitored and confronted by groups like Anti Fascist Action (who had succeeded groups like the ANL), who sought to stop them spreading their vile and confrontational propaganda. Meanwhile, under Nick Griffin’s controversial and divisive leadership, the NF splintered again in 1986 and the BNP made some minor gains from their dispersed numbers.

hope not hate: 30 years of dirt

 

- Tschechien

09. April 2012

Romani residents counter-protesting today’s neo-Nazi march. The signs read “This is our home” and “No room here for Nazism”. Ultra-right extremists from the Workers’ Social Justice Party (De(lnická strana sociální spravedlnosti – DSSS) and neo-Nazis from the National Resistance (Národní odpor – NO) carried out their provocation today at the Chanov housing estate on the outskirts of Most, which is predominantly occupied by Romani people. Organizers expected between 100 – 200 participants, while other estimates had predicted as many as 300, but in the end the extremists’ march was a total debacle, with only 50 -70 ultra-right radicals attending. Approximately 150 Romani people held a disciplined protest against them at the housing estate. News server Romea.cz reported on the events online as they unfolded.

via romea.cz: Czech Republic: Neo-Nazis outnumbered by counter-protesters at Chanov housing estate by two to one

 
 

- Schweiz

09. April 2012

Es ist eine kalkulierte Provokation: Mit dem Bild eines bewaffneten Roma-Kindes auf dem Titel sorgt die Schweizer Zeitschrift “Weltwoche” für Empörung und Protest. Ein kleiner Bub mit scheinbar kühlem Blick. in beiden Händen hält er eine Pistole, zielt damit direkt auf den Betrachter. Darunter prangt die Schlagzeile: “Die Roma kommen: Raubzüge in die Schweiz”. Mit diesem Titelbild erschien diese Woche die Schweizer Zeitschrift “Weltwoche”. Mehrere Geschichten im Inneren des Blattes beschäftigen sich dann mit der Kriminalität durch Roma, so mit einer Familie, die mit dem sogenannten “Enkel-Trick” Menschen um ihr Geld bringe. (…) Der provokante Titel in Verbindung mit dem Bild löste prompt Reaktionen aus – von Kopfschütteln bis hin zu Empörung. (…) In Österreich erstattete mittlerweile ein Journalist gegen seine Schweizer Kollegen Strafanzeige – wegen Volksverhetzung

via augsburger allgemeine: Schweizer Zeitschrift provoziert mit bewaffnetem Roma-Kind

 
 

- Deutschland

09. April 2012

Fremd, frei, fahrend, faul – seit Jahrhunderten halten sich Stereotype über Menschen, die als “Zigeuner” diskriminiert und zur Nazi-Zeit ermordet wurden. Auch nach 1945 ging die Ausgrenzung weiter. “Ein Roma-Dorf zieht nach Berlin” titelte die BZ am 2. April 2012, “Roma-Kinder überfordern Berlins Lehrer” heiß es in der Morgenpost am 3. April – nur zwei Beispiele der jüngsten Vergangenheit aus deutschen Zeitungen. Gepaart werden solche Schlagzeilen oft auch noch mit Berichten über Müllberge, aggressives Betteln oder angebliches Erschleichen von Sozialleistungen in Deutschland. Das ohnehin verzerrte Bild einer Bevölkerungsgruppe droht sich auf diese Weise in der Gesellschaft noch zu verfestigen, einer Minderheit, die in Europa jahrhundertelang verunglimpft wurde. Auch heutzutage noch sind 44 Prozent der Bevölkerung in Deutschland überzeugt, dass Sinti und Roma zu Kriminalität neigen, das ergaben Studien des Konfliktforschers Prof. Wilhelm Heitmeyer. 4 von 10 Befragten sagten, sie hätten Probleme, wenn sich Sinti und Roma in ihrer Umgebung aufhielten. Heitmeyer und andere Forscher gehen davon aus, dass die Befragten gar keine Mitglieder der Bevölkerungsgruppe kennen, gegen die sich ihre Feindseligkeit richtet. Das ist typisch für sogenannten Antiziganismus. Diese Haltung beruht nicht auf Erfahrungen sondern auf Projektionen der Mehrheitsgesellschaft, davon ist auch der Berliner Politologe Markus End überzeugt: “Es ist möglich, antiziganistisch eingestellt zu sein, ohne dass man jemals irgendwie konkreten Kontakt gehabt hat zu Menschen, die man als ‘Zigeuner’ wahrnimmt”. Dies speise sich aus einer jahrhundertelangen Überlieferung von Klischees, wie Heimatlosigkeit, Faulheit oder Kriminalität, die auch in den Medien das Bild von Sinti und Roma prägen,ebenso wie vieler anderer Gruppen, gegen die sich Antiziganismus richte.
Das zeigen auch die Forschungsergebnisse des Literaturwissenschaftlers Klaus-Michael Bogdal. Für sein Buch “Europa erfindet die Zigeuner. Eine Geschichte von Faszination und Verachtung” hat er Quellenberichte und literarische Zeugnisse seit der Ankunft von Roma-Gruppen in Europa vor 600 Jahren ausgewertet. Er zeigt, wie Angehörige der Minderheit in einer Zeit, da sich Nationalstaaten bildeten, als Zugewanderte und Fremde ausgegrenzt und verfolgt wurden. Man vertrieb oder ermordete sie, Schrifsteller von Cervantes über Shakespeare und Goethe bis hin zu modernen Autoren wie Günter Grass dichtete ihnen kriminelle Eigenschaften oder zügellose Wildheit an, man reagierte mit irrationalen Ängsten oder heimlicher Bewunderung. Auch vorgeblich positive Bilder wie das angeblich so freie und “lustige Zigeunerleben”, sexuelle Freizügigkeit oder temperamentvolles Tanzen und Singen, markieren Menschen als abweichend von den Normen der Mehrheitsgesellschaft. Mit der Realität hat auch dies nichts zu tun. “Solange nicht auch mal darauf hingewiesen wird, dass Sinti vielleicht gute Mathematiker und Mathematikerinnen sind”, erläutert Politologe Markus End, solange wirkten auch positive Zuschreibungen antiziganistisch.

via dw.de: Antiziganismus in Deutschland

 
 

- Frankreich

09. April 2012

Der Front National als rechtsextreme Partei – dieses Bild will die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen loswerden. Doch die Imagepolitur ist nur oberflächlich. Auf den ersten Blick sieht alles ganz bürgerlich aus: Marine Le Pen, französische Präsidentschaftskandidatin und Chefin des Front National (FN), verordnet ihrer als rechtsextrem und ewiggestrig verschrienen Partei einen Crashkurs in Sachen moderne Politik. Seit Monaten treibt sie Ausschlussverfahren voran, um die radikalsten Mitglieder loszuwerden. (..) Tatsächlich aber ist der vermeintliche Reinigungsprozess nur oberflächlich: Le Pen und viele Parteikollegen pflegen weiter intensive Kontakte zur extremen Rechten.

Aufregung nach WKR-Besuch

Für einen Eklat in Frankreich sorgte Le Pens Besuch auf dem Wiener Korporationsball (WKR) im Februar. „Marine Le Pen als Ehrengast auf rechtsextremem Ball“, titelte Le Monde. Selbst das konservative Magazin Le Point bemerkte höhnisch, die Parteichefin habe sich mit ihrer Teilnahme auf Einladung der FPÖ „selbst hineingelegt“. Le Pen sprach anschließend von einer „Polemik“, die vom „System“ provoziert worden sei. Dabei war der Besuch keineswegs überraschend: Bereits seit Jahren waren mit Jean-Marie Le Pen (2008) und Bruno Gollnisch (2009, 2011) prominente FN-Vertreter auf dem Ball präsent. „Le Pen ist nicht dabei, sich der Antisemiten und der Traditionalisten zu entledigen“, erklärt Soziologin Marie-Cécile Naves. Die Mitherausgeberin eines Lexikons des Rechtsextremismus beschreibt die Strategie der Parteichefin so: „Wichtig ist es lediglich, dass die radikalsten Mitglieder weniger in den Medien und auf Demonstrationen sichtbar sind.“ In Frankreich wird die Vernetzung mit der radikalen Rechten weiter fleißig vorangetrieben. In Lille verkündete die FN-Jugendorganisation jüngst auf einer Veranstaltung mit Le Pen die Partnerschaft mit der Union zur Verteidigung der Jugend (UDJ), einer gewaltbereiten Studentenverbindung von der Pariser Uni Panthéon-Assas. Wegen Körperverletzung an Muslimen standen zwei UDJ-Mitglieder im Februar 2012 bereits zum zweiten Mal vor Gericht.

via diepresse: Das rechte Netzwerk von Marine Le Pen

 
 

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