01. September 2008
In der Nähe von Rom wurden am Sonntag den 27. August 2006 drei Personen - zwei Aktivisten und eine Aktivistin - aus einem vorbeifahrenden Auto aus rassistischen Motiven angeschossen. Für Renato Biagetti, einen Reggaemusiker endeten die Schüsse tödlich. Er wurde siebenmal getroffen und verstarb schliesslich im Krankenhaus. Insgesamt kam es allein in Rom in den letzten 20 Monaten zu mehr alls 120 registrierten rassistisch/(neo)faschistisch motivierten Übergriffen. Am Samstag, den 2.September rief ein breites Bündnis aus linken Zusammenhängen zu einer Demonstration auf in der die Trauer und die Wut über Renatos Tod lautstark artikuliert wurde. Renatos Tod ist nur die Spitze eines ins Unerträgliche anwachsenden Berges an brauner Scheisse in "bella italia".
Von der Fussballnationalmannschaft die "siamo tutti destra" (wir sind alle rechts) skandiert über Mussolinibilder die auf den Strassen jedes Provinzkaffs auf Märkten offen angeboten werden bis hin zur täglichen Dosis Berlusconi der durch sein Medienimperium auch nach seiner "Wahlniederlage" Macht über die Köpfe der Menschen ausübt - an allen Ecken riecht es nach Scheisse. Renato - wir können diese Scheisse nicht länger riechen, es ist nun an uns sie in all ihren Masken zu bekämpfen! solidarità con i migranti. fascismo merda. conitua il combatto contro gli stronzi nazisti!
http://at.indymedia.org/newswire/display/55851/index.php
Bilder von ersten Demos gibt es hier:
http://italy.indymedia.org/news/2006/09/1143109.php
Eine Artikelübersicht gibt es hier:
http://italy.indymedia.org/news/2006/09/1142095.php
Zu einem erneuten bewaffneten Überfall von Faschisten auf Antifaschisten ist es in der letzten Nacht in Rom gekommen. Der Vorfall ereignete sich nach einem antifaschistischen Konzert zur Erinnerung an einen vor zwei Jahren ermordeten linken Jugendlichen.
Gestern Abend fand in Rom ein Konzert zur Erinnerung an Renato Biagetti statt.
Renato war am 27. August 2006 von einem Faschisten in Fiumicino, einen Stadtteil am Strand von Rom, erstochen worden. Der 26jährige Renato besuchte in dem als rechts geltenden Stadtteil den einzigen linken Treffpunkt zu einer Reggaepartie. Als er mit seiner Freundin und einem Freund nachts die Party verließ, wurden sie von zwei faschistischen Jugendlichen zunächst verbal, dann mit Messern angegriffen. Renatos Freund erhielt zwei Stiche in den Rücken. Renato acht Messerstiche. Daran verstarb er.
In den letzten zwei Jahren bemühte sich die Familie Renatos, seine FreundInnen und die GenossInnen aus dem Sozialzentrum Acrobax um die Aufklärung der Tat und die öffentliche Rehabilitierung Renatos. Einer seiner Mörder ist der Sohn eines örtlichen Polizeioffiziers aus dem Destrikt in dem der Mord geschah und dessen örtlichen Ermittler mit der Aufklärung des Mordes betraut waren. Dies schlug sich in der Art und Weise der Ermittlungen nieder. Darüberhinaus, wurde in der Presse Renato eine Mitschuld an der Tat zugeschrieben.
Siehe auch: http://veritaperrenato.noblogs.org/
http://madrixromacittaperta.noblogs.org/
Anläßlich des Jahrestages gab es am gestrigen Abend ein Konzert im Parco Schuster an der Basilica di San Paolo. Beide unweit des Sozialzentrums Acrobax, in dem Renato seiner Leidenschaft als Techno-Fan nachging. Aus eingehenden Spenden hat das Sozialzentrum in den letzten beiden Jahren ein Proberaum und Tonstudio gebaut, dass nach Renato benannt ist. Dort probenden Musik-Bands traten in der gestrigen Nacht vor einigen hundert Antifas auf.
In der letzten Nacht verließen vier jugendliche Antifaschisten den Parco Schuster, um zu ihrem Auto zu gehen. Sie wurden von einer ca 10 köpfigen Gruppe Faschisten angegriffen. Diese gingen mit Messern auf sie los. Einer wurde mit drei Messerstichen verletzt und liegt derzeit im Krankenhaus.( http://roma.indymedia.org/node/4341)
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www.nadir.org/nadir/initiativ/azzoncao/
Quelle: http://de.indymedia.org/2008/08/225787.shtml