Türkei

internationale situation - Türkei

14. Januar 2010

Nach rassistischem Angriff auf Roma-Siedlung: Gouverneur veranlaßt Umsiedlung von 74 Bewohnern

Von Nick Brauns

Nach Pogromen türkischer Nationalisten in der Kleinstadt Selendi an der Ägäisküste hat der Gouverneur der Provinz Manisa am Donnerstag 74 Roma, darunter 15 Kinder, in Fertighäuser des Roten Kreuzes in der Nachbarstadt Salihli umsiedeln lassen. Die Auseinandersetzungen hatten in der Silvesternacht begonnen, als der Besitzer einer Teestube Ramazan Yildiz dem Rom Burhan Ucku erklärte: »Kein Tee für Zigeuner«. Ucku wurde gewaltsam aus dem Teehaus geworfen, anschließend griffen türkische Rassisten die Roma-Siedlung an, zerstörten Zelte, zündeten Autos an und verwüsteten Geschäfte.

Weiter: www.jungewelt.de/2010/01-09/021.php

 
 

internationale situation - Türkei

03. Januar 2010

Aktuellen Meinungsumfragen aus dem Oktober und November 2009 zufolge liegt die rechtsextreme türkische Partei MHP bei mehr als zehn Prozent. Bei der Konsensus-Befragung (November) sprachen sich 16,7 Prozent für die Rechtsextremen aus, bei Pollmark (Oktober) waren es 10,5 Prozent. Damit wär die Partei auch im nächsten türkischen Parlament vertreten.

Weiter: www.eurorex.info/2009/12/13/turkei-rechtsextreme-mhp-liegt-bei-umfragen-uber-10-prozent/

 
 

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25. November 2009

Eine türkische Tageszeitung schreibt vom "Aktionsplan Käfig": Offiziere der türkischen Armee sollen Mordanschläge auf Christen und Juden geplant haben, um die Gewalttaten anschließend Anhängern der islamisch geprägten Regierung von Ministerpräsident Erdogan in die Schuhe zu schieben.

Weiter: www.tagesspiegel.de/politik/international/Tuerkei;art123,2954178

 
 

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13. November 2009

Die Historikerin Corrie Guttstadt erinnert an die Verfolgung der türkischen Juden während des Faschismus

Von Birgit Gärtner

Aus dem Protokoll der Wannseekonferenz im Januar 1942 geht hervor, daß die Zahl der zu ermordenden Jüdinnen und Juden im europäischen Teil der Türkei auf 55000 geschätzt wurde. Zu dem Zeitpunkt bestand indes keine ernst zu nehmende Gefahr der Besetzung der Türkei durch die faschistischen deutschen Truppen mehr, so daß sie dem Genozid entgingen.

Weiter: www.jungewelt.de/2009/11-11/001.php

 
 

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20. Oktober 2009

Der Konflikt zwischen der Türkei und Armenien ist ein zentrales Moment der Stimmungsmache nationalistischer und rechtsextremer Kreise beider Länder. Die Unterzeichnung des bilateralen Abkommens in Zürich am 10. Oktober 2009 ist vor diesem Hintergrund als wichtiger Fortschritt zu werten.

Weiter: www.eurorex.info/2009/10/15/turkei-armenien-audio-dossier-zum-abkommen-von-zurich/