internationale situation - Italien
24. August 2010
Italiens Staatspräsident Giorgio Napolitano hat sich in einem Interview mit der linken Tageszeitung L’Unità gegen Neuwahlen zur Lösung der schweren Regierungskrise in seinem Land ausgesprochen. Stattdessen rief er Premierminister Silvio Berlusconi und seine Anhänger auf, die Angriffe auf den Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Gianfranco Fini, zu unterlassen. „Italien braucht Antworten auf Probleme, keine Abrechnung“, so Napolitano.
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internationale situation - Italien
24. August 2010
Die genauen Umstände des Mordes an Pier Paolo Pasolini wurden nie vollständig aufgeklärt. Jetzt sind die Ermittlungen wieder aufgenommen worden. Catrin Dingler hat in Rom den Anwalt getroffen, der die erneute Untersuchung beantragt hat
Im Norden Roms erstreckt sich längs des Tiber-Ufers das Nobelquartier Prati. Unweit der Piazza Mazzini unterhält Guido Calvi dort in einer weitläufigen Bürgerwohnung seine Kanzlei. Als junger Anwalt hat er die Familie des ermordeten Pier Paolo Pasolini vertreten und seither nicht aufgehört, dafür zu kämpfen, dass der Fall aufgeklärt wird. Dass es sich um einen typischen Mord im Homosexuellen-Milieu gehandelt habe, wie das Gericht geurteilt hatte, wurde von ihm stets bezweifelt. Mit der Verurteilung des Strichers Pino Pelosi, der die Tat gestanden und später widerrufen hatte, mochte er sich nicht abfinden. »Die, die sich diese Geschichte ausgedacht haben, waren wirklich talentiert. Ihnen ist ein Meisterstück der Mystifikation gelungen.« Die offizielle Darstellung der Umstände von Pasolinis Ermordung wurde deshalb lange nicht angezweifelt: Dass er in der Nacht zum 2. November 1975 in Ostia von dem damals 17jährigen Stricher jungen brutal zusammengeschlagen und dann mit dem eigenen Auto totgefahren worden sein sollte, passte zum Bild, das sich in der Öffentlichkeit über den homosexuellen Dichter etabliert hatte.
internationale situation - Italien
24. August 2010
Die italienische Regierungskrise ist vertagt. Ministerpräsident Silvio Berlusconi bereitet sich auf vorgezogene Neuwahlen im Herbst vor, während die Oppositionsparteien die Möglichkeiten ausloten, sich zu einer »Übergangsregierung« zusammenzuschließen.
internationale situation - Italien
24. August 2010
Ebenso wie in Deutschland der Gebrauch von Symbolen der Nazi-Zeit verboten ist, darf man auch in Italien Zeichen aus der Ära des Faschismus nicht verwenden. Eigentlich. Stattdessen wurde Ministerpräsident Berlusconi im letzten Wahlkampf von Teilen seiner Anhänger als neuer “Duce” gefeiert, stattdessen reckte die derzeitige Tourismusministerin Brambilla im vergangenen Jahr …
internationale situation - Italien
24. August 2010
Italiens rechtsextreme Regierungspartei Lega Nord (LN) hat am Sonntag mit der Sezession Norditaliens gedroht, sollte das Land nicht in einen föderalistischen Staat umgewandelt werden. Dies fordert die LN seit ihrer Gründung vor 25 Jahren. Dazu heißt es am 20.06.2010 in der österreichischen Tageszeitung Der Standard unter anderem: www.eurorex.info/2010/06/20/lega-nord-droht-mit-sezession/