texte - international
03. Januar 2010
Der in Brüssel veröffentlichte Rassismus-Bericht 2008 hat gezeigt, dass es in Europa im Vorjahr gegenüber 2007 eine Zunahme von Neonazi-Untrieben und neofaschistischer Gewalt gegeben hat. Der Vizepräsident des Europäischen Netzwerks gegen Rassismus (ENAR), Chibo Onyeji, erklärte einem Bericht der IKG Wien zufolge, dass sich die Situation in Österreich gegenüber 2007 nicht wesentlich verändert habe. Der Bericht 2008 weise aus, dass Rassismus und Diskriminierung “eine beständige Realität im Leben von ethnischen und religiösen Minderheiten quer durch die EU sind”. In Deutschland habe sich wiederum gezeigt, dass gebürtige Türken doppelt so oft bei der Wohnungssuche abgelehnt werden wie Deutsche.
Weiter: http://npd-blog.info/2009/12/06/rassismus-bericht-2008120412/
texte - international
14. August 2009
In Ungarn, Tschechien und der Slowakei machen Faschisten gegen die Minderheit der Roma mobil - und kooperieren grenzüberschreitend trotz nationaler Gegensätze.
Inzwischen wächst auch bei den slowakischen Roma die Angst vor rechtsextremen Übergriffen. In einem an die slowakische Regierung und die Europäische Kommission gerichteten Schreiben etlicher Roma-Organisationen wurden diese aufgefordert, endlich entschieden gegen faschistische Umtriebe vorzugehen. „Die Angst, die wir - die Roma - haben, wenn wir die Situation in den Nachbarländern Ungarn, Italien und anderen Ländern der Europäischen Union betrachten, lässt uns um unser Leben und das Leben unserer Kinder bangen, die wir in Schulen, Geschäfte und Straßen schicken in Angst - nur, weil wir Roma sind", hieß es in dem Anfang August veröffentlichten Appell.
texte - international
09. August 2009
07.08.2009 / Washington: Das »Southern Poverty Law Center« (SPLC) schlägt Alarm. Die Bürgerrechtsgruppe, mit Sitz im US-Bundeststaat Alabama, hat vergangenen Monat Mitglieder des US-Kongress aufgefordert gegen die fortschreitende Unterwanderung der Streitkräfte durch militante Neonazis vorzugehen. Man erwartet von der Regierung Maßnahmen zu ergreifen um die mögliche Ausbildung »zukünftiger inländische Terroristen« durch die US-Armee zu verhindern. Etliche Neonaziorganisationen in den Vereinigten Staaten rufen ihre Anhänger_innen seit längerem dazu auf sich in der US-Armee militärisch ausbilden zu lassen.
Weiter: http://recherche-nord.com/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=326&Itemid=229
texte - international
04. August 2009
Von Carsten HübnerDie Europawahlen Anfang Juni 2009 haben dem rechten Lager in vielen Ländern deutliche Stimmenzuwächse beschert. Die ungarischen Rechtsextremisten von Jobbik brachten es aus dem Stand auf 14,8 Prozent. In den Niederlanden kam die Partij voor de Vrijheid (PVV) des Rechtspopulisten Geert Wilders sogar auf 17 Prozent und wurde damit zur zweitstärksten Kraft hinter den Christdemokraten. Selbst die noch vor wenigen Jahren von Beobachtern abgeschriebene neofaschistische British National Party (BNP) erzielte rund sechs Prozent und entsendet nun erstmals in ihrer über fünfundzwanzigjährigen Geschichte zwei Parlamentarier nach Brüssel.
texte - international
01. Juli 2009
Vor acht Jahren wurde unser Genosse Carlo Giuliani in Italien von Polizisten getötet. Der damals 23jährige hatte sich am 20. Juli 2001 an Protesten gegen den G8 Gipfel in Genua beteiligt. Die Polizeigewalt führte zu schweren Krawallen. Festgenommene wurden zum Teil gefoltert. Doch kein Polizist, nicht einmal die Mörder von Carlo mussten später in Haft, dafür jedoch 25 linke AktivistInnen der globalisierungskritischen Bewegung.
Carlo Giuliani bleibt unvergessen!
texte - international
11. Juni 2009
Wie erfolgreich waren die europaweiten Appelle, Nazis nicht zu wählen? Jetzt liegen alle Ergebnisse der Europawahl vor. Das bittere Fazit: Nationalistische und rechtsextreme Parteien haben dennoch in mehreren EU-Staaten deutlich zugelegt. Insgesamt konnte das rechtsextreme, nationalistische und rechtskonservative Spektrum die Zahl seiner Mandate sogar in etwa halten - und das trotz einer Verkleinerung des Parlaments von 785 auf 736 Sitze. Zwei rechte Verlierer gibt es allerdings doch: Die deutschen Rechtsparteien DVU und „Die Republikaner" (REP) spielen künftig keine Rolle im Europaparlament.
Weiter: www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/debatte/rechtsblog/wie-europa-gewaehlt-hat-ueberblick-und-analyse
texte - international
16. September 2008
Auf offener Straße erschlagen
Ein schwarzer Jugendlicher wurde ermordet. Der Ausländerhass in Italien wächst und die Opposition macht Berlusconis Regierungspolitik für die Hetze verantwortlich. VON MICHAEL BRAUN
ROM taz Erschlagen, weil er schwarz war? Entsetzt schaut Italien auf einen Mord, der am Sonntagmorgen im Zentrum Mailands geschah. Das Opfer, der 19-jährige Abdul Guibre, wurde dort auf offener Straße von dem Besitzer einer Bar und dessen Sohn mit einer Eisenstange verprügelt und erlag wenige Stunden später im Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen.
texte - international
12. September 2008
In Schweden nimmt die Zahl gewalttätiger neonationalsozialistischer Gruppen zu. Laut einer Untersuchung der antirassistischen Stiftung Expo hätten sich in den vergangenen zwei Jahren 17 neue Gruppen gebildet, berichtete Sveriges Radio International. Somit gebe es heute 30 Neonazi-Gruppen in Schweden.
Vor allem in den südlichen und mittleren Landesteilen sei die Konzentration der lokal operierenden Gruppen vergleichsweise hoch. Die Geheimpolizei Säpo bestätigt einen Anstieg an radikalen Gruppierungen. Die Zahl derjenigen, die sich tatsächlich in verbrecherischer Weise äußerten, sei allerdings sehr gering.
Quelle: NPD-Blog
texte - international
01. September 2008
In der Nacht des ersten Mai wurde Nicola Tommasoli (29) von fünf Neonazis aus Verona (Norditalien) brutal zusammengeschlagen. Er fiel ins Koma, aus dem er nie mehr erwachen wird. Am vierten Mai stellte sich einer der Täter bei der Polizei. Er ist 19 Jahre alt, kommt aus einer wohlhabenden Familie und gehört zu den rechtsextremen Ultrà von Hellas Verona. Zwei weitere, von der Polizei identifizierte Täter sollen bereits geflüchtet und im Ausland untergetaucht sein. Bereits 2007 wurde gegen den 19-jährigen Täter und 16 andere Neonazis ermittelt, weil sie sich zu einer kriminellen Vereinigung zusammengeschlossen haben sollen. Auf ihr Konto gingen Überfälle gegen Migranten, Linke, Skater und viele Andere, die ihrer Ansicht nach das Bild Veronas beschmutzen. Bei einer damit zusammenhängenden Hausdurchsuchung im letzten Jahr fanden die Beamten Waffen, Nazisymbole und Videomaterial, das viele der Gewalttaten belegt. Die Bande konnte trotzdem weiter die Stadt terrorisieren.
Auch Material der Veneto Fronte Skinheads wird bei der Hausdurchsuchung gefunden. In Deutschland sind Diese von Auftritten auf dem Rudolf Hess Marsch, oder dem jährlichen Revisionisten-Aufmarsch im Februar in Dresden bekannt. Die 1986 gegründete Organisation, die sich auf ihrer Website mit Angriffen auf Linke und Migranten rühmt, distanziert sich jedoch von der Tat. Ihre Vorbildfunktion für die jungen Mörder ist jedoch nicht zu verkennen.
Quelle: antifa.de
Seite 1 von 2