



internationale situation - Russland
21. Februar 2012
Am 9. Februar um 6.30 Uhr morgens wurde in Samara in der Nähe des Physikalischen Institutes P.N. Lebedeva der Russischen Akademie der Wissenschaften ("PIAW"), ein junger Mann tot aufgefunden. Um 8:00 traff die Polizei am Ort ein. Um 11.00 Uhr die Mutter des Verstorbenen darüber in Kenntnis gesetzt. Es handelt sich um Nikita Kalin, einen 20-jährigen Aktivist und Mitglied der Treffen "für faire Wahlen". Spuren weisen auf einen gewaltsamen Tod hin.
Nach Angaben seiner Mutter Elena Kalina, zeigte der Körper mehrer Messerstichverletzungen, mehrere Rippenbrüche und Kopfverletzungen. Zur Zeit ist einen Verdächtiger festgenommen. Er wird verdächtigt an der Ermordung beteiligt gewesen zu sein, an seiner Kleidung wurde das Blut des Opfers gefunden. Nikitas persönliche Gegenstände wurden nicht angerührt, Raubmord wird nicht in betracht gezogen. Zufolge der Art und Anzahl der Verletzungen wurde der Angriff von einer Gruppe von Menschen verübt, so die Zeitung "Iswestija". Allerdings weigert sich der Verdächtige, geboren 1989, Komplizen zu nennen, und bestreitet jegliche Beteiligung an dem Mord.
"Der Mord geschah am 9. Februar. Auf dem Körper Kalins wurden sechs Stichwunden gefunden. Im Moment ist der Verdächtige wegen Mordes verhaftet. Wir haben keine Beweise dafür, dass ein Verbrechen ausschließlich aus nationalistischen Motiven stattgefunden hat. Vorläufig ist die Hauptversion - Mord durch häusliche Gewalt" so die Pressesprecherin Helen Shkaevu von Interfax ( http://www.interfax.ru/news.asp?id=231802).
internationale situation - Tschechien
20. Februar 2012
Tschechien geht strafrechtlich gegen 15 weibliche Neonazis vor – bei einer Verurteilung drohen ihnen hohe Haftstrafen.
Die tschechischen Sicherheitsbehörden haben bekannt gegeben, dass sie Strafverfahren gegen 15 Frauen im Alter zwischen 21 und 32 Jahren eingeleitet haben, die der Frauen-Neonazigang „Resistance Women Unity“ (RWU) zugerechnet werden.
Die im Sommer 2007 gegründete Gruppierung RWU, der weibliche Flügel der Neonazi-Truppe „Narodni odpor“ („Nationaler Widerstand“, NO), pflegt seit Jahren Kontakte zur NPD-Frauenorganisation „Ring Nationaler Frauen“ (RNF). Im Februar 2008 statteten RWU-Frauen der NPD im sächsischen Landtag einen Besuch ab. Vorgeworfen werden den RWU-Frauen einerseits Kontakte zur neonazistischen Gruppierung „White Justice“ und andererseits die Planung von terroristischen Anschlägen.
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16. Februar 2012
We, the anti-fascists and anarchists of Nizhny Novgorod (Russia), appeal to concerned people around the world. The political police (the Center for Combating Extremism or Center “E”) have fabricated a criminal case against our comrades. Anti-fascism has been outlawed in our city. We need your solidarity and support!
What are the charges against our friends and comrades?
Five young men, our friends, have been charged with organizing an “extremist community” under the exotic name of “Antifa-RASH.” According to our illiterate police, this strange acronym stands (in English) for “Red anarhia skinheads” [sic] and should be translated from their broken English slang into Russian as “red anarchy of skinheads” (a combination of all the fears of ordinary law-abiding citizens.) Artyom Bystrov, Albert Gainutdinov, Pavel Krivonosov, Dmitry Kolesov and Oleg Gambaruk are alleged to have formed this organization in order to carry out assaults on people espousing ultra-rightwing views and to incite hatred against them and against wealthy people.
Why do we claim that the case is fabricated?
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14. Februar 2012
Fr. 24. Feb. 2012, 19.00 Uhr, Schreina 47, U-Bhf. Samariter Straße)
Seit über 20 Jahren gibt es in Irland eine kleine, aber aktive
antifaschistische Bewegung, vor allem in der Hauptstadt Dublin. Ein
Genosse von dort ist dieses Wochenende bei uns zu Gast und wird uns einen
interessanten Einblick über die letzten 20 Jahre antifaschistischen
Widerstand in Irland geben, über die aktuelle Naziaktivitäten berichten
und uns das derzeitige Buchprojekt der „AFA IRELAND“ vorstellen.
Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Soliabend statt.
19:00 Uhr Infoveranstaltung der „AFA IRELAND“ (Sprachen: englisch und
deutsch)
Ab 21:00 Uhr Soliabend mit Musik
internationale situation - Tschechien
14. Februar 2012
In Varnsdorf fand am 29.01.2012 erneut eine antiziganistische Demonstration statt. Etwa 200 Demonstranten fanden sich zur Auftaktkundgebung auf dem Beneš-Platz ein. Der neuerliche Anlass:
Anlass für diesen antiziganistischen Auflauf war diesmal der Tod einer 62 – jährigen Varnsdorferin, die Mitte Januar verstarb. Als Ursache für den Tod der Frau geben tschechische Faschisten angebliche Spätfolgen einen Überfalls auf diese an, der sich in der Sylvesternacht ereignet haben soll. Behauptungen, der Zwischenfall habe sich vor einer Romaunterkunft - dem „Hotel Sport“ - ereignet, konnten ebenfalls nicht bestätigt werden. Seit den ersten antiziganistischen Ausschreitungen, wird das Gebiet um das „Hotel Sport“ mit Videokameras überwacht. Auf dem Überwachungsvideo ist allerdings von einem derartigen Angriff nichts zu sehen. Allerdings war die Frau schon lange Zeit schwer krank. Alle, mit diesem Fall betrauten Personen, sehen keinerlei Zusammenhang zwischen den angeblichen Überfall und dem Tod der Frau. Die Polizei hat eine forensische Autopsie angeordnet, um die genaue Ursache ihres Todes zu finden. Diese ergab, dass die Frau an einer Hirnblutung verstarb. (1)
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13. Februar 2012
Cottbus- Seit 2009 gibt es – neben den Neonazi-Großveranstaltungen in Dresden – auch in Cottbus Versuche, an den bundesweiten Opfermythos anzuknüpfen. So planen auch in diesem Jahr regionale Nazistrukturen aus NPD und Freien Kräften ein zentrales Event für die Szene. Am Mittwoch, den 15. Februar, mitten in der Woche der Dresdener Termine, wollen sie erneut ihren „Trauermarsch“ durchführen.
Zu einer aktuellen Provokation und bildhafter Ideologiebekundung seitens der Neonazis kam es bei der letzten Cottbuser Stadtverordnetenversammlung am 25. Januar diesen Jahres. Bei der Abstimmung um den Aufruf des bürgerlichen Bündnisses „Cottbus bekennt Farbe“, der zu Veranstaltungen gegen den geplanten Naziaufmarsch aufruft, zeigte das Nazi-Urgeistein Frank Hübner den Hitlergruß. Dieses skandalöse Verhalten zeigt einmal mehr das wahre Gesicht der Organisatoren und verdeutlicht den NS-verherrlichenden Charakter des geplanten Aufmarsches.
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13. Februar 2012
Gedenkkundgebung am 15. Februar in Brandenburg an der Havel
Am 15. Februar 2012 erinnern wir im Rahmen einer antifaschistischen Kundgebung an Sven Beuter. Der 23 jährige Punk wurde vor sechzehn Jahren zum wiederholten Male Opfer eines (neo)nazistischen Überfalls. Ein (Neo)nazi griff Sven Beuter am Abend des 15. Februar 1996 an und verletzte ihn dabei durch brutale Schläge und Tritte schwer. Zu den erlittenen Verletzungen des Zusammengeschlagenen bzw. Zusammengetretenen zählten u.a. Hirnquetschungen, mehrere Schädelfrakturen, schwere Verletzungen der inneren Organe sowie diverse Knochen- und Rippenbrüche. Das Opfer lag in einer Blutlache von einem halben Meter Durchmesser. Neben ihm verlief eine blutrote, ungefähr 50 m lange Schleifspur im Schnee. Am 20. Februar verstarb Sven Beuter an den Folgen seiner schweren Verletzungen.
Der Angriff wurde damals von zwei Zeugen beobachtet, die den (neo)nazistischen Gewaltverbrecher auch stellten. Er wurde einige Monate später rechtskräftig zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt.
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13. Februar 2012
Am vergangenen Mittwoch, wurde erneut ein Stuttgarter Antifaschist verhaftet. Seither sitzt er in Untersuchungshaft in der JVA Stammheim. Am kommenden Freitag, dem 17. Februar, findet ab 9 Uhr der Prozess statt. Bereits eine Stunde vor Verhandlungsbeginn, um 8 Uhr, soll es eine Kundgebung vor dem Amtsgericht geben. #####Der Aufruf zur Kundgebung und Prozessbeobachtung#####
Free Smily! gegen rechtsoffene Kultur und Repression!
Am 17. Februar wird wieder einmal ein Antifaschist auf der Anklagebank des Stuttgarter Amtsgerichtes sitzen. Am 8. Februar wurde er unvermittelt festgenommen und seine Wohnung durchsucht. Seitdem sitzt er in U-Haft in der JVA Stammheim.
Smily wird vorgeworfen, an einer handfesten Auseinandersetzung in der Stuttgarter Innenstadt beteiligt gewesen zu sein. Anhänger einer rechtsoffenen Subkultur beleidigten und provozierten ihn damals wegen seiner klaren antifaschistischen Grundhaltung, die in der Szene weitläufig bekannt ist. Einer verbalen Auseinandersetzung folgte ein Handgemenge in dessen Verlauf sich einige der Provokateure leichte Verletzungen zuzogen.
internationale situation - Südafrika
13. Februar 2012
Die Wochenzeitung Kontext hat einen lesenswerten Artikel über Verbindungen militanter Neonazis zu ausgewanderten “Kameraden” in Südafrika veröffentlicht. Auch nach dem Ende der Apartheid sind am Kap der Guten Hoffnung weiterhin Neonazis aktiv. Vor allem solche aus Deutschland. Ein früherer Panzergrenadier der Bundeswehr zum Beispiel, nach dem man gar nicht lange suchen muss. Er hinterlässt ganz offen Spuren bis nach Baden-Württemberg.