internationale situation - Europa allgemein
12. Mai 2012
Europa stilisiert den Massenmörder Anders Breivik munter zum Promi des Bösen. So lässt sich der breite Hass auf Muslime ignorieren
Er hat gejubelt, als seine Kugeln trafen, sagt vor zwei Tagen die 24-jährige Zeugin und Überlebende Tonje Brenna aus. Der Prozess gegen Anders Breivik tritt in eine neue Phase, denn nun sollen die Überlebenden in seinem Beisein ihre Sicht der Tat schildern. Und ist die Freude beim Töten nicht ein weiterer Beweis für den Irrsinn des selbst ernannten Kreuzritters? Wahrscheinlich schon. Trotzdem wäre es der größte Fehler, den Europa jetzt machen kann, wenn es Breiviks Tiraden gegen den Islam und den Multikulturalismus einfach als das Delirium eines Irren abtut. Sein tausendseitiges Manifest, genauso wie seine Überzeugungen insgesamt sind keineswegs einfach das "bizarre" Produkt eines "kranken Gedankenuniversums", so wie es das erste psychologische Gutachten konstatierte.
internationale situation - Europa allgemein
20. April 2012
Die britische Organisation “Hope not hate” bietet anlässlich des Beginns des Prozesses gegen den Massenmörder Breivik einen umfassenden Überblick über die antiislamischen rechten Parteien, Grupperungen und Personen Nach dem von Anders Breivik im Namen der kulturellen Selbstverteidigung gegen den “Multikulturalismus”, den Islam und die Linke verübten Massaker, dem vor allem norwegische Jugendliche zum Opfer fielen, wurde für viele die Szene deutlich, die dahinter steht. Breivik hatte in seinem eitlen Manifest (Manifest für einen erbarmungslosen “Kreuzzug” gegen den Multikulturalismus) die Fäden des vorwiegend antiislamischen und rechtsnationalen ideologischen Netzwerks aus Gruppen, Parteien, Websites und Bloggern selbst aufgezeigt. Die 2005 gegründete und von der Zeitung Daily Mirror, Gewerkschaften und anderen Organisationen unterstützte britische Organisation HOPE not hate trat ursprünglich an, um rechtsnationale Parteien oder Organisationen wie die British National Party (BNP) und English Defence League (EDL) zu bekämpfen. Jetzt hat sie einen zum Prozess gegen Anders Breivik Bericht vorgelegt, in dem die Vernetzung der “Neuen Rechten” vorgestellt und behauptet wird, dass die “Counter-Jihad”-Bewegung das “neue Gesichts des Rechtsextremismus in Europa und Nordamerika” sei. Sie habe die “alte rassennationalistische Politik der Neo-Nazis und der traditionellen rechtsextremen Parteien durch die Sprache der Kultur- und Identitätskriege” ersetzt.
via telepolis: Das Netz der Anti-Dschihad-Bewegung
internationale situation - Europa allgemein
17. April 2012
Antiziganismus – die Ausgrenzung und Diskriminierung von Romas und Sintis – ist nicht nur ein osteuropäisches Phänomen; die Bilder von brennenden Roma-Siedlungen in Italien oder das romafeindliche Titelblatt der Schweizer “Weltwoche” zeigen, wie tief Antiziganismus in den europäischen Gesellschaften verwurzelt ist: Die größte Minderheit in Europa sieht sich mit systematischer Verfolgung konfrontiert.
Zum gestrigen weltweiten Roma-Tag veröffentlichen wir ein Interview mit Wolfgang Wipperman zum Thema Antiziganismus sowie einen Auszug aus der Broschüre “Unbekanntes Volk: Roma und Sinti” von Martha Verdorfer über die Tiroler Karrner, die eine ähnliche Lebensweise hatten wie die Roma früher. Zur Situation in Südtirol verlinken wir auf die Broschüre Sinti und Rom in Bozen von Hueller/Abadessa sowie die Seite der Roma-Vereinigung Nuevo Drom.
via antifa blog: Europas größte Minderheit
internationale situation - Europa allgemein
12. April 2012
Die kroatische Polizei hat die geplanten Demonstrationen von europäischen Rechtsextremisten in Zagreb untersagt. Neonazis aus Deutschland, Kroatien, Österreich, Bulgarien, Belgien, Ungarn und Frankreich wollten sich am Freitag versammeln und am Samstag gegen die Verurteilung zweier ehemaliger kroatischer Generäle durch das UN-Kriegsverbrechertribunal protestieren.
Zagreb (dapd). Die kroatische Polizei hat die geplanten Demonstrationen von europäischen Rechtsextremisten in Zagreb untersagt. Neonazis aus Deutschland, Kroatien, Österreich, Bulgarien, Belgien, Ungarn und Frankreich wollten sich am Freitag versammeln und am Samstag gegen die Verurteilung zweier ehemaliger kroatischer Generäle durch das UN-Kriegsverbrechertribunal protestieren.
internationale situation - Europa allgemein
02. April 2012
Unless the deep-seated issue of anti-Gypsyism in Europe is addressed, focusing on service provision in health or education for Roma will only bring superficial change. Building sustainable change means involving Roma in the process from the very beginning. The principle of “Roma to Roma”—Roma participation in any policy or strategy that affects Roma people—must be adhered to. In last week’s European Roma Platform VII held in Brussels, it was clear that achieving these goals remains a long way off. In April last year, all 27 European Union member states agreed to An EU Framework for National Roma Integration Strategies up to 2020. The framework represents the EU’s flagship initiative on Roma and means each member state must develop a national Roma integration strategy or relevant policy measures. Though a latecomer to Roma issues—remarkable when over 12 million Roma live in the EU—a consensus amongst member states to move forward on Roma was a major triumph. Last week’s platform was billed as “extraordinary.” Its purpose was to allow governments, civil society bodies, and international organizations to review the content and potential implementation of their national Roma integration strategies.
Of course, agreeing to act is one thing, implementing lasting change is another. A recent survey by the European Roma Policy Coalition (ERPC), which monitored the development of national Roma strategies, concluded there is insufficient emphasis on combating anti-Gypsyism. Also lacking is any meaningful participation of Roma and civil society in the development of these strategies. Michaël Privot, current chair of the ERPC, said: “Putting an end to anti-Gypsyism must be an integral part of the National Roma Integration Strategies. Although addressing the gaps in employment, health, education and housing is important, there will be no progress without making the elimination of anti-Gypsyism a key priority of the national strategies.” There remains a clear lack of political will in the European Commission and amongst member states to confront the biggest challenge to national Roma integration strategies: the continued rise of anti-Gypsyism in Europe.
via soros.org: Getting to the Root of Roma Discrimination in Europe
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