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siempre - aktionstage

11. November 2008

232348Seit mehreren Monaten wurde überregional zu Gedenkaktionen für die Opfer der Faschisten aufgerufen. Diese münden im heutigen Aktionstag am 11. November. Die Gedenkaktionen werden allerdings eine Ausdehnung über die gesamte Zeit bis zum Aktionswochenende in Berlin finden. Weitere Aktionen sind gern gesehen. Hier eine

Zusammenfassung der bisher gelaufenen AktionenBerlin (Friedrichshain / Prenzlauer Berg)Magdeburg (Stadtfeld)Berlin (Mitte)GöttingenBerlin ReinickendorfOranienburgWeimarBurgDuisburgBarcelona Teltow-Fläming

 

{Berlin (Friedrichshain / Prenzlauer Berg)}

aktionberlinAb den frühen Morgenstunden konnten die Berliner an der Brücke Frankfurter Allee und der Brücke Greifswalder Strasse zwei Transparente hängen sehen die an die Ermordung der Antifaschisten Silvio Meier und Fjedor Filatov erinnern.

Am Abend des 21. November 1992 war Silvio Meier mit drei FreundInnen auf dem Weg zu einer Party. Auf dem U-Bahnhof Samariterstraße trafen sie auf eine Gruppe junger Neonazis, von denen einige rechte Aufnäher trugen. Die Linken stellten die Rechten zur Rede und nahmen ihnen die Aufnäher ab.

Durch den Streit hatten sie die letzte U-Bahn verpasst und wollten den Bahnhof wieder verlassen. Auf der Mittelebene warteten jedoch die Neonazis und stachen auf Silvio und seine Freunde ein; er starb kurze Zeit später. Die Polizei leugnete zudem, dass der Mord einen politischen Hintergrund hätte. Erst durch intensive Öffentlichkeitsarbeit, Demonstrationen und spektakuläre Aktionen (wie das Niederbrennen des Jugend-Clubs, in dem die Nazis verkehrten) wurde die Tat weiter untersucht und die rechte Gesinnung der Täter offensichtlich.

Die Anklage lautete auf »schwere Körperverletzung mit Todesfolge«, was eine Tötungsabsicht von Grund auf ausschließt. Silvio wurde mit mehreren Messerstichen in die Brust getötet.

Rechte Gewalt gegen Migranten und Linke in Moskau und St. Petersburg forderten in jüngster Zeit erneut Todesopfer. Im Oktober wurden in Rußland erneut zwei Antifaschisten von Neonazis ermordet. In Moskau lauerten die Täter dem antirassistischen Skinhead Fjedor Filatov vor seiner Wohnung auf, in Irkutsk wurde die 16jährige Olga Rukosyla vermutlich wegen ihres alternativen Äußeren zum Opfer neofaschistischer Schläger. Diese Morde markieren den vorläufigen Höhepunkt der sich stetig zuspitzenden rechten Gewalt in Rußland.

Im Jahr 2007 starben dort 76 Menschen bei neofaschistischen Überfällen, 2006 waren es 62 Tote, und in diesem Jahr wurden bereits 80 Morde registriert.

Kommende Woche stehen im gesamten Bundesgebiet ein Aktionstag für die Ermordeten der Faschisten an, so wie das Aktionswochenende "Siempre Antifascista" in Berlin, das u.a. in Form einer Konferenz auf die Internationalen Morde durch Faschisten und die Situation in den verschiedenen Ländern eingehen wird.

Die Gedenkaktionen sollen auch dazu aufrufen sich an der bevorstehenden antifaschistischen Demonstration "Aus Trauer wird Widerstand Silvio-Meier-Demo" am Samstag dem 22 November / 15 Uhr / U-Bhf Samariterstrasse, - zu beteiligen.

Heute haben die "Aktionstage Siempre Antifascista" begonnen!

Nie wieder Faschismus!
Alerta Antifascista!

Quelle des Textes: http://de.indymedia.org/2008/11/232249.shtml

 

{Magdeburg (Stadtfeld)}

aktionmagdeburgKleiner Beitrag aus Magdeburg zum Aktionstag "siempre antifascista". Berliner AntifaschistInnen riefen für heute einen bundesweiten AntiFa- Aktionstag aus. Mit diesem Aktionstag und weiteren Veranstaltungen soll den Opfern faschistischer Gewalt gedacht werden sowie auf die internationale Situation der Nazi- Bewegungen aufmerksam gemacht werden.
Heute haben AntifaschistInnen in Magdeburg - Stadtfeld eine Strasse in Frank- Böttcher- Strasse umbenannt. Mit der Umbenennung wollen wir dem Punk Frank Böttcher* gedenken und gegen rassistische Strukturen protestieren.

In der Nacht vom 7. zum 8. Februar 1997 wurde der Punk Frank Böttcher in Magdeburg-Olvenstedt an der Endstelle der Straßenbahn "Krankenhaus Olvenstedt" brutal von Faschisten ermordet.
Die Neonazis lauerten dem Opfer vor dem Krankenhaus auf, wo Frank Böttcher auf Grund einer Schnittverletzung zuvor behandelt wurde. Nachdem die Faschisten Frank zu Boden gezerrt hatten, schlugen und traten sie ohne jeden Skrupel auf ihn ein. Danach töten sie Frank mit acht Messerstichen und nahmen ihm damit auf brutalste Weise sein Leben.

Wir stehen in Sachsen Anhalt, genau wie in ganz Ostdeutschland, einer starken neofaschistischen Strukturen gegenüber. Der Mord an Frank wurde öffentlich nie als politisch Motivierter Mord eingestuft oder anerkannt.

Die Liste der von Neonazis in Magdeburg verübten Gewalt ist lang. Neben Thorsten Lamprecht (1992), Mathias L. (1993), Farid Boukhit (1994) und Rick Langenstein (August 2008) ist Frank Böttcher (1997) mittlerweile das 5. Todesopfer neofaschistischer Gewalt in Magdeburg.

Erst im August diesen Jahres wurde der 17- Jährige Rick in Magdeburg- Reform von einem Nazis brutal ermordet. (Lokal-) Politik und Presse versuchen ständig solche Taten herunter zu spielen und zu entpolitisieren.

Solche Taten zeigen auf, wie wichtig es ist, jeglichen Aktivitäten der Neonazis entschieden und mit verschiedenen Mitteln entgegenzutreten. Autonomre Antifas thematisieren immer wieder die Missstände hier und versuchen einen antifaschistischen Selbstschutz aufzubauen.http://de.indymedia.org/2008/10/229842.shtml)

Nazis wegtreten — überall.


*solch eine Straßenumbenennung fand auch schon in der Vergangenheit statt: http://de.indymedia.org/2008/02/207506.shtml

Quelle des Textes: http://de.indymedia.org/2008/11/232239.shtml

 

{Berlin (Mitte)}

aktionberlin2Auch in Berlin-Mitte wurde im Rahmen des Aktionstages ein Gedenktransparent für den genau vor einem Jahr in Madrid von Nazis ermordeten Carlos aufgehängt - kommt alle am 14./15.11.08 zum Siempre Antifascista Wochenende nach Berlin!

Quelle des Textes: http://de.indymedia.org/2008/11/232249.shtml

 

 

{Göttingen}

aktiongoettingenSeit heute, dem 11. November hängt am linken Göttinger Zentrum JUZI ein Gedenk-Transparent für die ermordeten antifaschistischen Skinheads Jan Kuchera aus dem tschechischen Pribram, Carlos Javier Palomino (Pollo) aus Madrid und den erst kürzlich ermordeten Fjedor Filatov.

Die Aktion ist Teil des überregionalen "Siempre Antifascista!" Aktionstages.

 


{Berlin (Reinickendorf)}

aktionreinickendorfAuch in Reinickendorf hat man sich am Antifaschistischen Aktionstag beteiligt!
Ab ca.09.00 Uhr Morgens machte ein Transpie über der A 111 die Fahrer in Richtung Berlin auf die ca. 1000 rechts Motivierten Straftaten schon in der ersten hälfte vom Jahre 2008 aufmerksam!

 

 

 

{Oranienburg}

aktionoranienburgAuch in Oranienburg wurde den Menschen gedacht, die von Neonazis und anderen Faschisten ermordet wurden. In Deutschland gab es seit 1990 fast 150 Tote durch Neonazis - so auch in Oranienburg. Am 18.12.1992 wurde Hans-Jochen-Lommatsch von zwei rechten Skinheads zu Tode geprügelt, als er nach seinem Auto sehen wollte, in dessen Nähe die Mörder randalierten. Scheinbat fühlten sie sich von dem 51jährigen Baumaschinisten sosehr in ihrer Freiheit provoziert, dass sie ihn zu Tode prügelten und traten. In den vergangenen Monaten wurden verstärkt Antifaschisten in Europa von Neonazis umgebracht. Allein in Russland sind bis zu 80 Menschen von Faschisten umgebracht worden.

Dem treiben der Nazis in Europa, wie auch in unserer Umgebung, wollen wir ein deutliches Zeichen entgegensetzen.

Kein Mensch ist vergessen - Keine Tat wird verziehen
Siempre Antifascista  15.11.2008 - Berlin-Pankow - 14 Uhr - Demonstration "Kein Kiez für Nazis"

 


{Burg}

aktionburgAm heutigen Aktionstag "Siempre Antifascista" fanden auch in Burg und der Umgebung verschiedene Aktionen statt. An einer Autobahnbrücke der A2 bei Burg brachten AntifaschistInnen ein Transparent mit der Aufschrift "Naziterror stoppen - Siempre Antifa" an. Desweiteren gab es in der Region verschiedene Spray -und Plakataktionen. Damit wurde auf die Situation in der Region aufmerksam gemacht, in der es verstärkt zu Naziaktivitäten kommt. Außerdem nahmen die Aktionen direkten Bezug auf die in Berlin stattfindene Konferenz, welche sich international mit Naziaktivitäten & -morden auseinandersetzt.


Infos zu Naziaktivitäten in der Region findet ihr auf http://www.antifa-burg.de.vu
(Falls Link nicht funktioniert: http://antifaburg.blogsport.de )

Am kommenden Wochenende findet in Berlin ein Aktionswochenende mit Konferenz, Demo und Festival statt. Mehr Infos dazu hier http://siempre.red-skins.de Fight Fascism - Siempre Antifascista!

 

 

{Weimar}

aktionweimarIm Rahmen des bundesweiten Aktionstages "Siempre Antifascista" fand in Weimar eine Gedenkkundgebung für Opfer faschistischer Gewalt statt. Dabei wurde speziell auf die Situation in Thüringen hingewiesen.

Etwa 20 Menschen gedachten heute Nachmittag mit einer Kundgebung auf dem Weimarer Goetheplatz Opfern von Nazigewalt.

Der Ort war dabei nicht zufällig gewählt. Genau hier wurde am 1996 ein Tourist aus Regensburg von Neonazis ermordet. Die Tat wurde jedoch von der Polizei, obwohl der Täter eindeutig der rechtsextremen Szene zugeordnet wurde, nicht als politisch motiviert eingestuft und so taucht sein Name wie der vieler anderer Opfer von Nazigewalt bis heute nicht in offiziellen Statistiken auf.

Mit Musik, Redebeitägen und Flyern wurde daher auf die Situation in Thüringen aufmerksam gemacht, wo seit 1990 nach offiziellen Angaben 8 Menschen von Neonazis ermordet wurden.

Trauer zu Wut! Siempre Antifascista! http://siempre.red-skins.de/
Casper Geist
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