14.1.2012 Remscheid: Demo in Gedenken an Mohammad Sillah

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An­läss­lich des fünf­ten To­des­ta­ges von Mo­ham­mad Sil­lah rufen wir zu einer De­mons­tra­ti­on in Rem­scheid auf. Wir wol­len auf die Si­tua­ti­on der Flücht­lin­ge in Rem­scheid und vor allem auf die ge­sund­heit­li­che Un­ter­ver­sor­gung hin­wei­sen. Durch die De­mons­tra­ti­on wer­den wir den Pro­test der Rem­schei­der Flücht­lin­ge wür­di­gen und stär­ken. Seit Mo­ham­mad Sil­lahs Tod haben sie durch kon­ti­nu­ier­li­chen und hart­nä­cki­gen Pro­test stück­wei­se ihre Iso­la­ti­on durch­bro­chen und Er­fol­ge er­zielt.

Wir haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren hier in Rem­scheid er­lebt, dass der Zu­sam­men­halt der Flücht­lin­ge die Stadt­ver­wal­tung Rem­scheid dazu brach­te, ei­ni­ge ihrer Zer­mür­bungs­in­stru­men­te zu­rück­zu­neh­men. So wurde durch den ers­ten of­fe­nen Brief der Flücht­lin­ge vom Ja­nu­ar 2009 die men­schen­ver­ach­ten­de Pra­xis des So­zi­al­am­tes Rem­scheid für die Öf­fent­lich­keit sicht­bar. Die An­we­sen­heits­kon­trol­len fin­den nicht mehr täg­lich son­dern wö­chent­lich statt, „im Re­gel­fall“ gibt es Bar­geld statt Gut­schei­ne und Kran­ken­schei­ne für drei Mo­na­te.

Trotz­dem wer­den die Aus­gren­zung und auch die ge­sund­heit­li­che Un­ter­ver­sor­gung in Rem­scheid wei­ter­ge­führt. Viele kön­nen nicht den Arzt auf­su­chen, den sie brau­chen; psy­chisch kran­ke Men­schen wer­den al­lein ge­las­sen und sind von ihren Nach­barn im Flücht­lings­heim ab­hän­gig; immer noch wei­gern Haus­meis­ter sich, in Not­fäl­len einen Kran­ken­wa­gen zu rufen. Das La­ger­le­ben und das Ar­beits­ver­bot ma­chen die Men­schen zu­sätz­lich krank.

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