



internationale situation - Russland
31. August 2010
Mit Eisenstangen und Schlagstöcken bewaffnet hat eine Gruppe von rund 100 Naziskinheads am Sonntag ein Rockkonzert in der russischen Stadt Miass gestürmt und dutzende Menschen schwer verletzt. Nach Angaben eines lokalen Radiosenders, soll ein 14-jähriges Mädchen an ihren Verletzungen verstorben sein.
Die knapp 3000 Besucher des “Tornado”-Konzerts wurden von dem Angriff völlig überraschten. Videoaufnahmen zeigen, wie die unvermummte Gruppe Neonazis mit nackten Oberkörpern auf das Gelände marschiert. Einige der benutzten Schlagstöcke sollen sie zuvor den völlig überforderten Polizisten abgenommen haben. Auf dem Gelände prügeln die Rechten wahllos auf die Besucher ein und verlassen später in aller Ruhe wieder das Festival, während viele blutüberströmte Zuschauer auf der Erde liegen bleiben. Die Polizei griff nicht ein. Das Konzert wurde abgebrochen.
internationale situation - Deutschland
31. August 2010
Am Sonntagmorgen wurde in der Begräbnishalle des jüdischen Friendhofs in Dresden ein Feuer gelegt [Info]. In der ehemaligen Synagoge entstand ein Sachschaden von mehreren tausend Euro. Bereits am 19. und 24. August hatte es in der sächsischen Hauptstadt zwei Brandanschläge auf linke Wohnprojekte gegeben. Nur durch viel Glück und besonnenes Handeln wurde dabei niemand getötet. Mehr als 500 Antifaschisten demonstrierten am 26. August gegen die rechte Mordlust. Die Anschläge verdeutlichen die Notwendigkeit jetzt antifaschistisch aktiv zu werden, in Dresden, Dortmund und überall sonst!
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27. August 2010
F
ür den 4. September 2010 mobilisieren die Dortmunder Neonazis erneut europaweit zum so genannten „Nationalen Antikriegstag”. Einige Zeit lang schien es, als würde sich dieser Aufmarsch unter Federführung der Dortmunder „Autonomen Nationalisten” zu einem wichtigen Tag im Kalender der aktionsorientierten extremen Rechten entwickeln, da bei dem Aufbau dieses Ereignisses besonders auf den “Event-Charakter” Wert gelegt wurde. Während zum ersten Aufmarsch 2005 circa 200 Neonazis erschienen, wuchs die Zahl bis 2008 auf 1100 an. Das Gewaltpotential bei Aufmärschen der Dortmunder Neonazis hat in dieser Zeit massiv zugenommen; 2009 etwa überfielen circa 400 Neonazis die 1. Mai Demonstration des DGB.
Diese Erfolgsgeschichte erfuhr im letzten Jahr einen empfindlichen Einschnitt. Denn 2009 ist es gelungen, den Mythos des „Nationalen Antikriegstags“, den die Dortmunder Neonazis in jahrelanger europaweiter Mobilisierungsarbeit versucht hatten aufzubauen, erfolgreich zu beschädigen. Die ganze Stadt kam in Bewegung, und letztlich gestaltete es sich für die Polizei durch die zahlreichen Gegenaktivitäten zu schwierig, den Schutz für die Nazidemonstration zu gewährleisten. Der „Nationale Antikriegstag“ blieb somit weit hinter den Erwartungen der Nazis zurück, die mit ansehen mussten, wie ihre “Erfolgsstory” in einer kümmerlichen Kundgebung buchstäblich stehen blieb. Doch das letztjährige Debakel hindert die Dortmunder Autonomen Nationalisten nicht daran, weiterhin an der Etablierung eines „Nationalen Antikriegstages” festzuhalten. Für dieses Jahr haben die Dortmunder Neonazis an drei Tagen rund um das erste Septemberwochenende (3.,4.,5. September) Aktionen und Veranstaltungen angemeldet und die europaweite Mobilisierung ist in vollem Gange.
http://www.antifa.de/cms/content/view/1437/1/
blog - aktionsberichte
31. August 2010
Vor vier Jahren wurde der 26jährige Renato Biagetti in der Nacht vom 27. auf den 28. August 2006 von Faschisten in Focene, einem Satellitenviertel außerhalb Roms, erstochen [Interview mit dem Bruder]. Auch in diesem Jahr werden seine Familie und Genossen mit einer Kundgebung und Musik an den jungen DJ und den antikommunistisch motivierten Mord erinnern. Die Antifa-Writercrew Partizan hat mit einem rollenden Graffiti zum Gedenken an Renato beigetragen [PRTZ Video].
internationale situation - Russland
24. August 2010
Gehirnerschütterungen, gebrochene Arme und herausgeschlagene Zähne. Gleich zwei blutige Angriffe durch organisierte Neonazigruppen auf antirassistische Fußballanhänger erschüttern Fangruppen in der Ukraine und Russland. Mit Messern, Äxten und Schreckschusswaffen gingen die Rechten auf ihre Opfer los, dutzende liegen mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Betroffene sagen, dass es nur durch viel Glück keine Toten gegeben habe und kritisieren die Polizei, die bei den Angriffen tatenlos zusah. Und in zwei Jahren soll in der Ukraine die EM stattfinden…
Von Störungsmelder
Hier die deutsche Übersetzung von Statements der Betroffenen:
Am 15. August 2010 griffen nach dem Spiel der Ukrainischen Bundesligisten Arsenal Kiew und Volyn Lutsk Neonazis die Fußballfans brutalst an. Während des Spiels entrollen Arsenal-Fans Transparente und Banner, die sich mit den seit Ende Juli inhaftierten Antifaschisten Alexej Gaskarov und Maxim Salopov in Russland solidarisierten. Es kamen Losungen wie „Steckt mehr Bäume in die Erde, statt unsere Freunde hinter Gitter“.
Schon während des Spiels kam es zu rechten Provokationen der Lutsker. Als zu Anfang Verhaltensregeln für Zuschauer verlesen wurden und die Passage kam, dass keine xenophoben Äußerungen gemacht werden dürfen, entrollten die Volyn-Fans ein Transparent mit der Aufschrift „Leibstandarte“, welches eine Einheit aus dem NS darstellt, die sich um den Schutz von Adolf Hitler gekümmert hat.
Weiter: http://npd-blog.info/2010/08/21/ukraine-gewaltorgie/
internationale situation - Ukraine
18. August 2010
August 15, 2010 after the football match of Ukrainian Premier League between Arsenal (Kyiv) - Volyn (Lutsk) the most severe armed neo-Nazi attack on football fans happened. During the match Arsenal supporters displayed antiracist banners and banners in support of arrested Russian antifascists thus demonstrating their antiracist views for the first time in public. Immediately after the match on the way to metro station 30 Arsenal supporters were attacked by 50 neo-Nazis including fans of Dynamo (Kyiv). The incident went beyond football clashes: the attackers were armed with knives and brass knuckles, shouting the slogans “Heil Hitler" and «White Power». During the fight neo-Nazis made murder attempt against one of the antifascists – unconscious lying on the ground antifascist got hit by knife three times in the back. The knife hurt the lungs. After the surgery his state is stable. Another antifascist was brought to hospital with temporary memory loss and brain injury. Other fans of Arsenal suffered multiple injuries. Immediately after the neo-Nazi attack police arrested 4 attackers, one of which had bloodstained knife with him, others had hand brush dislodged. Pechersk district police department refuse to open a criminal case and deny the fact of ideologically motivated violence.
Weiterlesen: Nazi attack on Arsenal supporters in Kyiv, Ukraine
blog - aktionsberichte
24. August 2010
Am 18. August trafen sich in Magdeburg Reform etwa 40 Menschen, um an die Tötung Rick L.s vor zwei Jahren zu erinnern. Bei einem einstündigen Kiezspaziergang wurden mehrere hundert Flugblätter verteilt und am Gedenkstein ein Kranz nieder gelegt. Während der unangemeldeten Veranstaltung gab es weder mit Nazis noch mit der Polizei Stress.
Rick wurde am 16. August 2008 vom mehrfach vorbestraften Neonazi Bastian Ostermann in der Nähe der Diskothek „Funpark“ bewusstlos geschlagen und erstickte an seinem eigenen Blut. Der Täter wurde zu einer mehrjährigen Jugendstrafe wegen Totschlags verurteilt.
internationale situation - Russland
09. August 2010
Im Sommer dieses Jahres ist der brennende Konflikt wegen der Abholzung des Waldes in der Nähe der Moskauer Nachbarstadt Chimki eskaliert. Seit Jahren kämpfen die Bewohner_innen der Stadt und Aktivist_innen aus Chimki und aus Moskau gegen die Abholzung des Waldes. Die Baufirma setzt Neonazi-Schläger gegen Öko-Aktivist_innen ein. Um die Kritiker_innen zum Schweigen zu bringen, werden lokale Journalist_innen bedroht, zusammengeschlagen und umgebracht. Die Polizei hat neue Repressionen angefangen. Alexey Gaskarov und Maxim Solopov befinden sich in U-Haft. Ihnen droht bis zu 7 Jahre Haftstrafe, nur weil sie zu den wenigen Sprechern der sozialen Bewegungen in Moskau und in Russland gehören, die in der Öffentlichkeit auftreten und die Inhalte der Bewegung offen vertreten und propagieren. Es ist dringend Solidarität benötigt. siempre - news
28. Juli 2010
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Auch dieses Jahr veranstalten die Red and Anarchist Skinheads Berlin-Brandenburg zusammen mit den North East Antifascists und weiteren Bündnispartner_Innen die Siempre Antifascista Aktionswoche. Dieses Jahr organisieren wir erneut am 11.11. einen internationalen Antifa Action Day, vom 12.-14.11. soll dann eine Antifakonferenz mit Referent_Innen aus verschiedenen Teilen der Welt stattfinden und das Ganze wird dann noch von einem Festival am 19./20.11. in Berlin abgerundet werden. Zudem wird an diesem Wochenende die Silvio Meier Gedenkdemonstration stattfinden! Bereits im Vorfeld des Siempre Antifascista wird es eine Filmreihe mit Antifaaktivist_Innen aus verschiedenen Ländern geben. Macht selber Aktionen in euren Städten und Dörfern! Nutzt das Siempre Antifascista Logo für eure Aktionen und schickt uns eure Berichte! Remembering means fighting! Kick fascism out of the subcultures!
Freitag 19.11.2010: Cortina Bob – Beginn: 20.00 Uhr (pünktlich)
Produzenten der Froide: www.myspace.com/produzentenderfroide
United Struggle: www.myspace.com/unitedstruggle2008
Wasted Youth: www.myspace.com/wastedyouthsghc
Samstag 20.11.2010: Festsaal Kreuzberg – Beginn: steht noch nicht fest
Los Fastidios: www.myspace.com/losfastidios
The Movement: www.myspace.com/themovementdk
Rejected Youth: www.myspace.com/rejected.youth
Riot Brigade: www.myspace.com/riotb
Feine Sahne Fischfilet: www.myspace.com/feinesahnefischfilet
Cortina Bob: www.myspace.com/cortinabobberlin
Festsaal Kreuzberg: www.festsaal-kreuzberg.de/
Siempre Antifascista Aktionsseite: www.red-skins.de/siempre/
internationale situation - England
31. August 2010
Bei einer Demonstration im englischen Bradford ist es zu Krawallen gekommen. Schon 2001 wurde die Stadt von Rassenunruhen erschüttert.
Weiter: www.welt.de/politik/ausland/article9262917/Gewalt-bei-Rechtsextremen-Kundgebung-in-England.html